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Schüler schulen Senioren

Stadthagen Schüler schulen Senioren

Angeregt und dennoch leise diskutieren die Schüler der Fachoberschule Hauswirtschaft mit den Senioren, deuten immer wieder auf die Monitore vor sich und tippen auf den Tastaturen. Anlass für diesen Unterricht der besonderen Art an den Berufsbildenden Schulen (BBS) am Dienstag ist das generationsübergreifende EU-Projekt „GranKit“.

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Emine Basibüyük (links) und Lukas Möller (rechts) zeigen Helga Schmitz erste Schritte in den sozialen Netzwerken.

Quelle: bes

Stadthagen. Mithilfe dieses Programms sollen Senioren in Sachen Computer und soziale Netzwerke fit gemacht werden, wie Susanne Schwarz von der Leibniz-Universität Hannover erklärt. Das Institut für Politische Wissenschaft der Hochschule ist mit der Umsetzung des Programms betraut. Dabei geht es nicht nur darum, die Hemmung oder sogar Ablehnung gegenüber Computern bei den Senioren abzubauen. „Wir wollen auch etwas gegen die Isolation der Senioren unternehmen“, so die Koordinatorin Schwarz. Ziel sei es, dass die Teilnehmer auch dann noch den Kontakt mit ihren Enkeln halten können, wenn diese in anderen Ländern leben.

Unterstützung hat Schwarz von Ulla Thürnau-Freitag bekommen. Die BBS-Lehrerin stellte den Kontakt zwischen Schülern, Senioren und Universität her. „Da wir auf die realen Großkinder nicht zurückgreifen konnten, haben sich die Jungen und Mädchen quasi als Ersatz-Enkel zur Verfügung gestellt“, sagt Thürnau-Schwarz. „Im Vorfeld haben sie sich unter dem Titel ,Altersbilder und ich‘ auf das Projekt vorbereitet“, führt Schwarz aus. Zudem hatten sie kurze Referate zu Themen rund um die sozialen Netzwerke vorbereitet.

„Ich finde es sehr interessant zu sehen, wie meine Großkinder kommunizieren“, zeigte sich Helga Schmitz aus Hagenburg mit dem Projekt zufrieden. Unterstützung bekam die 68-Jährige bei ihren ersten Schritten in den sozialen Netzwerken von Emine Basibüyük aus Stadthagen. So legten sie gemeinsam ein Konto für die Seniorin bei Facebook an und gingen auf Entdeckungsreise bei der Plattform. „Ich habe den Account aber wieder gelöscht, weil ich nicht so viele Daten preisgeben will“, betont Schmitz, zumal auch Basibüyük mittlerweile nicht mehr bei Facebook unterwegs ist. „Ich kann diese kritische Haltung verstehen“, betont die 20-Jährige. bes

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