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Schülerprognosen reine Kaffeesatzleserei

Zahlen deutlich höher Schülerprognosen reine Kaffeesatzleserei

Dass Schülerprognosen kaum mehr als „Kaffeesatzleserei“ sind – wie es die Leiterin der Grundschule Am Sonnenbrink Petra Ammon ausdrückte – hat sich im Stadthäger Schulausschuss gezeigt. Die Prognosen der Schülerzahlen lagen deutlich daneben. Gerechnet wurde mit 647 Schülern 2017, es sind jedoch 745.

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Quelle: dpa

Stadthagen. Dort stellte Verwaltungsmitarbeiter Niklas Schmidt die voraussichtlichen Zahlen bis zum Jahr 2023 vor. Insgesamt wird von mehr Schülern ausgegangen. Dass vor einigen Jahren noch über die mögliche Schließung eines Grundschulstandortes diskutiert worden sei, sei heute angesichts solcher Zahlen kaum noch denkbar, erklärte Ausschussvorsitzender Gunter Feuerbach.

 Vor sechs Jahren ist die Prognose der Stadt, die sich auf die Geburtenzahlen stützt, für 2017 noch von 647 Schülern ausgegangen. Tatsächlich sind es 745. Steigende Geburtenzahlen sowie der Zuzug von Flüchtlingen hat zu diesem Ergebnis geführt.

Genug Platz vorhanden 

Vor allem die Grundschule Am Sonnenbrink soll in den nächsten Jahren deutlich wachsen: von aktuell 349 auf 411 Schüler im Jahr 2023. Räumlich sei dies kein Problem, erklärte Rektorin Ammon. Die Schule sei ja grundsätzlich auf eine Fünfzügigkeit ausgelegt. Bis auf den dritten sind aktuell aber alle Jahrgänge vierzügig. „Wir haben einen sehr vollen vierten Jahrgang, aber im Abschlussjahr wollten wir die Kinder nicht mehr aufteilen.“ 101 Viertklässler besuchen die Schule an der Breslauer Straße.

 Zusammenrücken müssen die Schüler hingegen in der Grundschule An der Bergkette, weil die Stadtbücherei in einen Klassenraum umziehen wird. Wie berichtet, hatte die Stadt den bisherigen Raum im Dachgeschoss aufgrund von Brandschutzauflagen geschlossen. „Für mich gehört eine Schulbücherei einfach zum Angebot einer Schule dazu, deswegen haben wir den einen Raum opfern müssen“, erklärt Rektorin Simone Wullkotte die Entscheidung.

Deswegen wäre es auch nicht möglich, einen Jahrgang zu teilen. Dies könnte bei einer zweiten Klasse, in die jetzt 26 Schüler gehen – die maximal zulässige Belegung – bei einem Neuzugang aber schnell nötig werden. 96 Kinder besuchen die Schule seit Ende der Sommerferien, die Prognose im Jahr 2011 war noch von 68 ausgegangen.

Langfristig sinkende Zahlen

 Und statt der damals prognostizierten 262 Schüler, besuchen die Grundschule Am Stadtturm jetzt 300 Kinder. Langfristig soll die Zahl jedoch wieder sinken, bis auf 281 im Jahr 2023. Auch hier sieht Rektor Frank Plagge keine Raumprobleme, biete das Gebäude doch Platz genug, um durchgängig vierzügig zu agieren. Vier Klassen gibt es aktuell jedoch nur bei den Erstklässlern, 85 Abc-Schützen wurden eingeschult. col

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