Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Schützenfest: Suche nach neuem Bier

Wegen Brauerei-Pleite Schützenfest: Suche nach neuem Bier

Der Niedergang der Schaumburger Brauerei wirkt sich auch auf das kulturelle Leben in Stadthagen aus. Das Komitee des Schützenfestes bereitet sich auf den Ernstfall vor – das gänzliche Verschwinden der Marke.

Voriger Artikel
WIR-Fraktion über Ahrens-Pläne empört
Nächster Artikel
320.000 Euro für Rüstwagen eingeplant

Die Schaumburger Brauerei ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Stadthäger Schützenfestes – hier zu sehen der Ausmarsch in den fünfziger Jahren entlang des ehemaligen Deutschen Hauses an der Niedernstraße, wo ebenfalls Schaumburger Bier ausgeschenkt wurde.

Quelle: pr.

Stadthagen. Die Mitglieder haben bereits die Fühler nach einem neuen Bierlieferanten ausgestreckt.

„Mit Tränen in den Augen“ habe das Festkomitee den Absturz der Brauerei verfolgt, berichtet Volker May. Der Kopf des Gremiums zweifelt daran, dass die Marke „Schaumburger“ künftig diesen Namen noch verdient. Wie berichtet, hatte Friedrich-Wilhelm Lambrecht im November kurz vor der neuerlichen Insolvenz entschieden, das Bier im Sauerland abfüllen zu lassen.

„Das Schaumburger Bier ist immer ein echtes Heimatgewächs gewesen, gebraut mit Quellwasser aus dem Bückeberg. Wenn es nicht mehr in Schaumburg produziert und abgefüllt wird, hat es diesen Status aus meiner Sicht verloren“, erklärt May.

Ein letztes Fünkchen Hoffnung hat der Geschäftsführer des Komitees allerdings noch. „Wir werden mit Herrn Lambrecht noch einmal darüber sprechen, ob er weiß, wie es jetzt weitergeht. Danach werden wir sehen.“ Noch ist schließlich offen, ob und in welcher Form die Marke weiterhin Bestand hat.

Das sechsköpfige Schützenfest-Gremium ist nach Angaben von May bereits auf der Suche nach einem neuen Lieferanten. Ein wichtiges Kriterium sei dabei, dass das Bier in der Region produziert wird. Derzeit laufen nach Angaben des Komitee-Geschäftsführers Gespräche mit mehreren Interessenten, Namen nennt May nicht.

Der Auftrag lohnt sich: Je nach Wetter, Termin und Konkurrenzveranstaltungen fließen beim Stadthäger Schützenfest bis zu 18 Hektoliter Bier durch die Zapfhähne. Eine Entscheidung soll spätestens im März fallen. May: „Für die Organisation des Ausschanks brauchen wir etwas Vorlauf.“

Festkomitee-Mitglied Michael Heuer ist dagegen skeptisch, ob sich ein regionales Bier für das Schützenfest finden lässt, wenn die Schaumburger Brauerei endgültig den Zapfhahn zudreht. „Schauen Sie sich doch mal hier im Umkreis um. Welche Brauereien gibt es denn hier noch?“, fragt Heuer. Mit Blick auf die Alternativen Gilde aus Hannover oder Barre aus Minden-Lübbecke habe der Stadthäger Bauchschmerzen hinsichtlich der Regionalität.

Heuer äußert die leise Hoffnung, dass sich nach den Gesprächen mit Friedrich-Wilhelm Lambrecht doch noch eine „Schaumburger“ Lösung für das Schützenfest abzeichnen könnte.

ber

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

DANKE FÜR 10.000 LIKES – DAS SN-GEWINNSPIEL

Unter allen, die uns einen netten Kommentar unter den Danke-Post auf der Facebookseite der Schaumburger Nachrichten schreiben, verlosen die SN einen Tisch für zehn Personen beim Oktoberfest am Freitag, 23. September, in der Stadthäger Festhalle. Der Gewinner oder die Gewinnerin sowie neun Begleiter haben nicht nur freien Eintritt zu der Wiesn-Gaudi, zusätzlich spendieren die SN auch noch eine Runde Freibier. mehr

Sind Schaumburgs Schulwege sicher? Der tragische Tod einer Siebenjährigen in Stadthagen hat diese Frage aufgeworfen. Die Schaumburger Nachrichten haben daraufhin mithilfe ihrer Leser zahlreiche Brennpunkte aufgespürt. mehr

24 Mannschaften kämpfen vom 10. Juni an in Frankreich um die Europameisterschaft und auch Du kannst gewinnen: Werde EM-Trainer und schicke Dein eigenes Team auf den Rasen. mehr