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Stadthagen Stadt Schulleiter begrüßen Rückkehr zu G9
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Schulleiter begrüßen Rückkehr zu G9
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00:20 07.06.2015
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Stadthagen

„Diese Entscheidung bietet eine Menge Vorteile“, sagt Eberhard Koch, Leiter der Oberstufe der IGS Schaumburg. „Schüler, die nach zwölf Jahren das Abitur machen, sind oft noch gar nicht volljährig und können viele Dinge, wie beispielsweise eine Wohnung mieten, nach dem Abschluss nicht eigenhändig machen“, erklärt er. Außerdem seien durch die Ballung des Stundenplans außerschulische Aktivitäten schwer möglich gewesen. „Jetzt lernen die Kinder nicht nur besser, sondern haben auch mehr Zeit.“
Ähnlich euphorisch begrüßt Angelika Hasemann, Leiterin des Ratsgymnasiums, das Abitur nach 13 Jahren. „Wir gehen davon aus, dass die Jungen und Mädchen wieder ein bunteres Schulleben haben werden“, sagt sie. Denn in den vergangenen Jahren hätten gerade AGs unter dem kürzeren Weg zum Abitur gelitten. „Jetzt können wir die Schüler wieder individueller fördern“, freut sich die Schulleiterin. Holger Wirtz schlägt in dieselbe Kerbe: „Das ist definitiv die richtige Entscheidung. Dadurch entwickeln sich sehr gute Perspektiven für die Gymnasien“, sagt der Leiter des Wilhelm-Busch-Gymnasiums.
Auch Friedrich Lenz, Vorsitzender des Kreisverbandes Schaumburg der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, zeigt sich zufrieden mit den jüngsten Entwicklungen: „Angesichts der verkorksten Einführung von ,G8‘ ist das Zurücksetzen auf ,G9‘ eine sinnvolle Lösung“, stellt er klar. Doch für ihn geht die neuerliche Reform nicht weit genug: „In den angelsächsischen Ländern ist es gang und gäbe, dass sich Schüler in der Oberstufe eigenständig Schwerpunkte setzen können“, so Lenz. Ein entsprechendes System wünsche er sich auch für deutsche Gymnasien. Unterm Strich sei die Rückführung auf ein Abitur nach 13 Jahren aber „ein Schritt in die richtige Richtung“. js

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