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Schulterschluss von Politik und Stadt

STADTHAGEN Schulterschluss von Politik und Stadt

Auf ungeteilte Zustimmung bei den Ratsfraktionen stößt die Empfehlung der Stadtverwaltung, an der Ecke Lauenhäger-/Vornhäger Straße keinen großflächigen Einzelhandel zuzulassen (wir berichteten).

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STADTHAGEN. „Auch wir können uns an dieser Stelle keinen großflächigen Einzelhandel vorstellen“, sagt Jan-Philipp Beck, Sprecher der SPD/Grüne/FDP-Mehrheitsgruppe. Diese stellt sich nach den Worten von Beck dort eine Mischnutzung vor, „primär mit Wohnbebauung“. Gut wäre es demnach, „wenn an diesem Standort mit guter Lage kleinere, bezahlbare Wohnungen entstünden, denn da liegt besonders der Bedarf“.

Die Ansiedlung eines kleinen Lebensmittlers als Nahversorger auf dem Areal stellt nach Meinung von Beck allerdings durchaus eine „Option dar, die auf jeden Fall diskussionswürdig ist“. In dieser kleinen Dimension, die nur auf den Bedarf im unmittelbaren Umfeld ziele, wäre das laut Beck keine Konkurrenz zum Handel in der Altstadt, so der Gruppensprecher. Als einen denkbaren Standort für einen zusätzlichen großen Einkaufsmarkt nennt Beck die Habichhorster Straße.

Gesamtinteresse der Stadt im Vordergrund

Nach Darstellung von CDU-Fraktionschef Heiko Tadge hat sich die Union schon seit langem gegen einen großflächigen Einzelhandel an der Ecke Lauenhäger-/Vornhäger Straße positioniert. Dass dort Grundstückeigentümer und Investoren wiederholt diese Variante ins Spiel gebracht haben, sei zwar verständlich: „Damit lassen sich höhere Mieten erzielen als mit Wohnungen“. Die Politik dürfe aber Einzelinteressen nicht höher gewichten als die Gesamtinteressen der Stadt, betont Tadge. Und diese sprächen eindeutig gegen einen großflächigen Einzelhandel an dieser Stelle. „Ein solcher würde Kundschaft aus der Altstadt abziehen und wir dürfen diese dadurch nicht kaputtmachen.“ Außerdem sei Stadthagen ohnehin schon „mit großflächigem Einzelhandel überversorgt“, fügt Tadge hinzu: „Ein neuer Markt würde also nur zur Verdrängung führen.“

Auch WIR-Vorsitzender Richard Wilmers kann die Position der Verwaltung unterstützen: „Wir sind da ganz auf der Seite des Bauamtes.“ Die Kreisstadt habe in den Außenbereichen schon genug großflächigen Einzelhandel: „Mehr davon brauchen wir absolut nicht.“ Denn das wäre laut Wilmers „schädlich für die Innenstadt, der wir damit Konkurrenz machen würden“.  ssr

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