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„Schwarzer Adler“ insolvent

Verfahren eröffnet „Schwarzer Adler“ insolvent

Das Traditionsrestaurant „Schwarzer Adler“ ist geschlossen. Die Betreibergesellschaft Tome und Veronika Perkovic GbR hat einen Antrag auf Insolvenz eingereicht. Das Insolvenzgericht Bückeburg hat Mitte dieser Woche ein entsprechendes Verfahren eröffnet.

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Nachfolger gesucht: Der Schwarze Adler ist geschlossen.

Quelle: rg

Stadthagen. Die bestätigte der Gerichtssprecher auf Anfrage dieser Zeitung. „Das Verhältnis von Einnahmen und Kostenstruktur hat schon seit längerer Zeit nicht mehr gestimmt“, teilte Insolvenzverwalter Immo Hamer von Valtier (Hannover) auf Anfrage mit. Hauptursache dafür seien „sehr hohe Nebenkosten“. Verantwortlich wiederum dafür seien unter anderem etliche veraltete technische Geräte wie etwa Kühlschränke und Ausstattungsgegenstände sowie „unheimliche Heizkosten“. Das alles habe enorme Energiekosten verursacht.

„Es gab einen immensen Modernisierungsstau“, fasste Hamer von Valtier zusammen. Ob die GbR oder die Verpächterin, die Schaumburger Gebäudemanagement GmbH (Geschäftsführer: Friedrich-Wilhelm Lambrecht) die nötigen Investitionen hätten tätigen müssen, konnte der Insolvenzverwalter nicht sagen.

Schließung nach fast 35 Jahren

Ausschlaggebend für die Schließung des Restaurants ist nach den Erläuterungen Hamer von Valtiers nicht unmittelbar die Insolvenz. Vielmehr habe das Wirts-Ehepaar Perkovic ohnehin beschlossen, den Betrieb nicht weiterzuführen. Maßgebend dafür seien Alters- und Krankheitsgründe. Die Wirtsleute übernahmen den Betrieb 1982, führen ihn also schon seit fast 35 Jahren.

Außerdem habe die Kündigung durch den Verpächter im Raum gestanden, „der auch mächtig Druck gemacht hat und die Pächter offenkundig loswerden wollte“, wie Hamer von Valtier formulierte.

Für eine Fortführung der GbR habe es aufgrund der Entscheidung der Wirtsleute aufzuhören, keine Grundlage gegeben, so der Rechtsanwalt. Zumal „wir niemand anderen gefunden haben, der sie übernehmen wollte“. So bleibe nur der Weg der Auflösung.

Interesse an neuem Betrieb

Unabhängig vom Schicksal der GbR geht es nun darum, an diesem Standort einen neuen gastronomischen Betrieb zu platzieren. „Daran haben wir seitens der Stadt an dieser traditionsreichen Stelle am Marktplatz ein großes Interesse“, sagte Bürgermeister Oliver Theiß. Nach dessen Informationen verhandelt der Verpächter derzeit „mit mehreren Interessenten aus dem gastronomischen Bereich“.

Über den aktuellen Verhandlungsstand könne er nichts sagen, so Theiß. Die Wirtschaftsförderung der Stadt „steht aber Gewehr bei Fuß, wenn wir dabei helfen können“. Verpächter Lambrecht war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. ssr

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