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Seit 40 Jahren ein Stück Heimat

Die SN feiern Geburtstag Seit 40 Jahren ein Stück Heimat

Es  ist ein rauschendes Fest für alle Generationen gewesen: Mit einem bunten Programm für Leser und Freunde haben die Schaumburger Nachrichten am Sonnabend ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein herrschte den ganzen Tag ein lebhaftes Treiben rund um das Stadthäger Schloss.

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Stadthagen (ssr, kil, vin, ber, rg, uk, seb, mak, bab, sk, kcg). Gäste kamen und gingen, trafen alte und neue Bekannte, flanierten durch den Park oder lauschten im Innenhof dem Bühnenprogramm. Höhepunkt des Festes war der Besuch von Ministerpräsident Stephan Weil, der für ein Interview auf dem „Grünen Sofa“ nach Stadthagen gekommen war.
Jede Menge Unterhaltung und Bewegung für die ganze Familie fanden die Besucher auch im angrenzenden Schlosspark. Sportliche Mitmachaktionen, tierische Gäste und Kleinkunst bescherrten ausgelassene Stunden voller Spiel und Spaß.
Neben Lesern und Freunden war auch reichlich Prominenz anzutreffen. Glückwünsche aus der Politik überbrachten Landrat Jörg Farr, Europaabgeordneter Burkhard Balz, Bundestagsabgeordneter Maik Beermann (CDU) und Landtagsabgeordneter Karsten Becker (SPD) sowie zahlreiche Bürgermeister aus Schaumburg. Auch Unternehmer, wie Kaiser-Tengelmann-Chef Raimund Luig, die Bankbosse Stefan Nottmeier (Sparkasse Schaumburg) und Michael Joop (Volksbank Hameln-Stadthagen) sowie Landesbischof Karl-Hinrich Manzke gratulierten zum 40. Geburtstag.
Den Abend krönte die Band „Groovin Affairs“. Mit Klassikern und Partyhits forderten sie die Gäste im illuminierten Innenhof immer wieder zum Tanzen auf, was nach anfänglichem Zögern auch bestens funktionierte. „Schuhe sind keine Ausrede“, betonte die Sängerin immer wieder und wies dabei lachend auf ihre spektakulären High Heels. Als die Musik verklang, wollte keiner so wirklich nach Hause gehen und so forderten die Gäste erfolgreich eine Zugabe – ein spritziges Ende für einen bewegten Festtag.

Weil schwärmt vom Papst

Als prominentester Gratulant beim SN-Geburtstag nahm Ministerpräsident Stephan Weil auf dem Grünen Sofa Platz und stellte sich den Fragen von SN-Chefredakteur Marc Fügmann. Drei Monate lang habe er vor Jahrzehnten in Stadthagen gearbeitet, rief sich Weil eingangs in Erinnerung, als er als junger Referendar im Rechtsamt der Kreisverwaltung „geknechtet“ habe.
Angesprochen auf seine Visite jüngst bei Papst Franziskus verriet Weil, streng katholisch erzogen worden zu sein. „Ich bin ein gläubiger Mensch“, bekannte er. Weil er mit vielem in der katholischen Amtskirche nicht einverstanden war, sei er freilich vor Jahren ausgetreten. „Der faszinierende jetzige Papst ist sicher ein Argument dafür, mal wieder über einen Eintritt nachzudenken“, sinnierte Weil.
„Ein tiefverwurzelter, bekennender Roter“ sei er, erzählte der Sozialdemokrat und meinte in diesem Moment mal nicht die politische Ausrichtung, sondern seine Liebe zu Hannover 96. Berichte über Heimsiege dieses Vereins seien das, was er in der Zeitung am liebsten lese. Mit Blick auf die kommende Bundesliga-Saison hoffe er, „dass uns ein Abstiegskampf erspart bleibt, das zerrüttet mir sonst noch das Nervensystem“.
Die Nähe zum heimischen Verein hat beim langjährigen früheren hannoverschen Oberbürgermeister Weil auch etwas damit zu tun, „ein bewusster Heimatfan“ zu sein. Daher verstehe er auch den Stolz der Schaumburger auf ihren eigenständigen Landkreis. „Niemand hier muss Angst haben, dass von mir die Initiative zu einer Kreisfusion ausgeht – ich bin ein Freund kleinerer Einheiten“, versicherte der Landesvater.
Mit Blick auf den anstehenden Sommerurlaub tat Weil kund, er werde zunächst mit Freunden wandern und anschließend mit seiner Frau zunächst in die Berge und dann an die See fahren. 

Ein Stimmungsgarant

Ein großes Geschenk hatte die Schaumburger Kult-Band „Loving Hearts“ für die SN im Gepäck. Harald (Jean) Böckmann, Gerhard (Jerry) Widdel, Walter Ehlerding und Geoffrey Rich brachten den proppevollen Schlossinnenhof eine gute Stunde lang zum Beben. Das Konzert – das Geschenk zum 40. Geburtstag – kam so gut an, dass die Gäste die „Loving Hearts“ nicht mehr gehen lassen wollten. 

Bingo mit Thürnau

Für Spannung im voll besetzten Schlosshof hat „Bingo-Bär“ Michael Thürnau gesorgt. Fast jeder Gast konzentrierte sich auf ein Bingo-Los, während Thürnau eine Ziffernkombination – und diverse Kalauer – nacheinander aus seiner Lostrommel zog. Schließlich meldete sich die Stadthägerin Susanne Romba mit einem Doppel-Bingo und gewann ein ADAC-Fahrsicherheitstraining. 

Ich feiere mit

Christoph Bünte (38) mit Sohn Johann (4) aus Hannover:
Wir haben vom Kinderfest gehört und wollten mit
dabei sein.

Inge Müller (73) aus Rodenberg :
Das Ambiente ist toll, das Wetter spielt mit und ich hatte großes Interesse an der SN-Feier.

Sebastian Lemme (42) mit Tochter Alena (7) aus Seggebruch:
Ich wollte mit meiner Tochter einen schönen Tag verbringen.

Christine Neugebauer (65) aus Bückeburg:
Bei einem schönen Familienausflug wollten wir uns die Feier nicht entgehen lassen.

Heinz Brüggemann (71) aus Barntrup:
Beim Spaziergang im schönen Stadthagen haben wir das tolle Fest besucht.

Hanno Kellermeier (33) aus Stadthagen mit Gentrit (8) und Tina (7): Ein richtig super Kinderfest, mein Neffe und meine Nichte haben viel Spaß

Willkommen im Wilden Westen

Auf die Harmonie zwischen Pferd und Reiter kommt es an: Das hat Claudia Lo Castro während der Westernreitshow bewiesen. Gemeinsam mit ihrer Schülerin Kathrin Knickrehm und den ausgebildeten Westernpferden „Coffee’s Dressman“ und „Julias der Schöne“ hat die Inhaberin der Reitschule in Reinsdorf die Grundlagen des klassischen Westernreitens vorgeführt und ihr Publikum mit einzelnen Disziplinen wie Rückwärtsrichten und Schenkelweichen begeistert. Grundlage des Westernreitens ist die Arbeit von Cowboy und Pferd in Nordamerika: das Treiben riesiger Rinderherden. Dafür brauchen die Reiter unerschrockene, zuverlässige Pferde als unentbehrliche Partner, erläuterte die elfjährige Julia Runge, die als Moderatorin durch das Programm führte. 

Abgekämpft

Die Spieler des Fußball-Oberligisten VfL Bückeburg haben auf dem Leserfest ein Training der besonderen Art absolviert. Trainer Timo Nottebrock verlegte die Einheit vom Sportplatz in den Soccer-Court im Stadthäger Schlosspark. Im „Käfig“ mit Rundumbande zeigten die Kicker ihr technisches Können. Tim Buchwald glänzte mit einem sehenswerten Tor aus Trickkiste. „Das war fast einen Stammplatz wert“, applaudierte auch der Trainer. Der Showkick bereitete auch den Zuschauern viel Freude. 

Alles im Gleichgewicht

Der Kinder- und Jugendzirkus „BIKonelli“ begeisterte die Zuschauer im Schlossgarten mit einer atemberaubenden Show vor prächtiger Schlosskulisse. Gleich zum Auftakt sorgten die Artisten im Alter von sechs bis 23 Jahren mit einer temperamentvollen Tanzeinlage für einen Aha-Moment.  Ihren geschärften Gleichgewichtssinn stellten die Darsteller auf dem Einrad unter Beweis. Körperspannung und Geschicklichkeit waren dann von den Trapezkünstlern bei ihren Turneinlagen in schwindelerregender Höhe gefragt.
Die Jongleure ließen mit erstaunlicher Sicherheit die Kegel in der Luft kreisen, und auch am Diabolo ließen die Jugendlichen nichts anbrennen. Und dass man auf Gymnastikbällen so viel mehr machen kann, als einfach nur darauf zu sitzen, zeigten die Nachwuchsartisten ebenfalls. 

Trampolin

Gleich am Eingang der Festmeile blieben die meisten Kinder stehen. Das große Trampolin wirkte doch zu verführerisch auf die Jungen und Mädchen. Kurzerhand ließen sich die Kinder den Gurt umschnallen und tobten sich daraufhin – gut gesichert – ordentlich aus.

Kinderschminken

An den Ständen im Schlossgarten haben die jüngsten Besucher Gelegenheit, sich eine Auszeit vom Trubel der Showeinlagen zu nehmen – unter anderem beim Kinderschminken. 

Zumba

Flotte Rhythmen und mitreißende Choreografien: SN-Mediaberaterin Daniela Kleinsorge (Zweite von rechts) machte den Besuchern beim Zumba ordentlich Dampf. Die gebürtige Niederbayerin ist lizensierte Trainerin und hat Sina Pflöger, Tanja Bahe und Sarah-Lena Richter als Unterstützerinnen im Gepäck.

Frank und seine Freunde

Frank und seine Freunde sorgten im Innenhof für leuchtende Kinderaugen. Auch der eine oder andere ältere Besucher war dabei gesichtet worden, wie er lächelnd den Takt von „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ mitwippte. Spätestens als Frank die Prinzessin und das Zappeltier auf die Bühne holte, war bei den Gästen kein Halten mehr.

Wie weit kommen die grünen Flieger?

Ob es die Ballons wohl bis nach Kassel schaffen? Dann hätten sie den Weg hinter sich, den Ida (8) und ihr kleiner Bruder Anton (3) auf sich genommen haben, um den SN-Geburtstag zu feiern. Die beiden Kinder aus der Nordhessischen Metropole waren mit ihren Eltern zu Besuch in Stadthagen, haben sich spontan dem bunten Treiben im Schlosspark angeschlossen und schickten zusammen mit Karla (2) drei SN-Ballons auf die Reise. Insgesamt 500 grüne Flieger schwebten am Ende des Tages über dem Stadthäger Himmel, versehen mit Postkarten, auf dem jedes Kind seinen Namen notieren konnte. Wer in den kommenden Tagen einen der Ballons findet und zurück zu den SN schickt, kann – genauso wie der Absender – einen Preis gewinnen: zum Beispiel einen Besuch im Zoo Hannover, im Tropicana Stadthagen oder im Kletterwald in Hameln.

Fest-Splitter

+++Da waren die Mitarbeiter am SN-Stand sprachlos: Karin Botermann zückte kurzerhand ihre Abo-Bestätigung von 1971. Klar, da gab es die SN noch nicht, aber die Hannoversche Neue Presse, die später in den SN mit aufging. Die Hörkämperin hält den SN seitdem die Treue.

+++„Ich kenne Sie“, sagte Michael Thürnau zu einem hochgewachsenen Gast. „Balz. Ich bin der hiesige Europaabgeordnete“, stellte sich der Angesprochene vor. Bei Thürnau fiel der Groschen: „Burkhard Balz. Wir sind auf Facebook befreundet.“

+++Den heißesten Platz beim SN-Fest hat Marius Döppner besetzt. Der 17-jährige Sohn von Frank Döppner, Inhaber des Stadthotels Gerbergasse, bestückte den Brennraum eines „Smokers“ mit Kohle und Holz. Heißer Rauch garte das Fleisch im Ofen bei 150 Grad.

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