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Serie von Einbrüchen geklärt

Geständnis vor Gericht Serie von Einbrüchen geklärt

Acht Einbrüche im Raum Stadthagen sind geklärt. Das Amtsgericht hat am Freitag drei junge Männer zu Freiheitsstrafen verurteilt, in zwei Fällen mit Bewährung. Einer von ihnen war im Sommer 2013 in Bückeburg vom Vorwurf freigesprochen worden, neun Brände in Stadthagen, Hülshagen und Enzen gelegt zu haben. Für die Beteiligung an den Einbrüchen hat das Gericht gegen den Heranwachsenden (20) dreieinhalb Jahre Jugendhaft verhängt und dabei ein vorausgegangenes Urteil einbezogen.

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Quelle: Symbolbild: dpa

Stadthagen. Bewährung bekamen die zwei anderen Angeklagten, verurteilt zu Freiheitsstrafen von zwei Jahren beziehungsweise 20 Monaten. Beide waren im Vorfeld von sich aus zur Polizei gegangen und hatten reinen Tisch gemacht. „Sie sind mit dem Druck nicht mehr fertiggeworden“, glaubt Richter Kai Oliver Stumpe, der Vorsitzende des Jugendschöffengerichtes.
Für einen 22-Jährigen, auf dessen Konto fünf Diebstähle gehen, sprach neben dem Geständnis eine günstige Sozialprognose – die Voraussetzung für Bewährung. Seit August macht der Stadthäger eine Ausbildung. Er muss Meldeauflagen erfüllen und 500 Euro Geldbuße zahlen. Ein Komplize (20), bei dem die Vollstreckung ebenfalls ausgesetzt wird, hat nur kleinere Vorstrafen. In allen drei Fällen wirkten sich die Geständnisse strafmildernd aus.
Dennoch: Die Taten, so Richter Stumpe, seien „von hoher krimineller Energie getragen“ gewesen. Zwei der Männer waren bereits im Visier der Polizei, ließen sich aber nicht davon abhalten, weitere Delikte zu begehen.
Alle Einbrüche in Gebäude, begangen in wechselnder Beteiligung, datieren aus dem Jahr 2013. Eingedrungen waren die Heranwachsenden ins Kinocenter, die Duschräume am Jahnstadion, eine Gaststätte, die Vereinsheime von SV Union und dem TuS Fortuna Lauenhagen sowie das Lehrerzimmer der Hans-Christian-Andersen-Schule. Zweimal suchten sie die Grundschule Nienstädt heim, wo den Einbrechern jeweils ein Tresor mit Bargeld in die Hände fiel. Einen davon schmissen sie später leer in den Kanal.
„Einen gewissen Schäbigkeitsfaktor“ sieht Richter Stumpe darin, dass die Einbrecher sich überwiegend Einrichtungen ausgesucht hätten, die dem Allgemeinwohl dienten: Schulen und Vereinsheime. Zum Einbruch ins Kino sagte er, dass dieses Lichtspielhaus mit Konkurrenz durch große Multiplexe zu kämpfen habe.
Mehr noch: Während der Öffnungszeiten eines Baumarktes hatten die Täter auf dem Freigelände unter anderem vier Bohrmaschinen versteckt, die sie nach Feierabend abholten. Dazu musste der Zaun überwunden werden. In einem anderen Baumarkt begingen die Männer einen Ladendiebstahl, ebenso in einem Stadthäger Kaufhaus. Hinzu kommen zwei Urkundenfälschungen und eine Farbschmiererei an einer Tiefgarage.
„Auffällig“ findet Richter Stumpe, dass zumindest bei den Einbrüchen „einer immer dabei“ gewesen sei – der 20-Jährige, der bereits vor dem Prozess in Haft saß.  ly

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