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Siga muss Fehlbetrag ausgleichen

42.800 Euro Siga muss Fehlbetrag ausgleichen

Die Schaumburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit (Siga) hatte in den vergangenen Jahren stets erfreuliche Überschüsse erwirtschaftet. Das habe 2016 nicht funktioniert, erläuterte Vorstandsvorsitzender Joachim Peters. Im vergangenen Jahr entstand ein Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 42.800 Euro.

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Aufsichtsratsvorsitzender Michael Joop bei der Siga-Generalversammlung. 

Quelle: jemi

Stadthagen. Als wichtigen Grund für die nicht erreichten Ziele nannte Peters bei der Generalversammlung „erhebliche Personalausfälle“ mit denen die gemeinnützige Genossenschaft zu kämpfen hatte. Diverse Mitarbeiter der unterschiedlichen Einrichtungen der Siga, wie die Galerie Vielfalt an der Hüttenstraße oder das Flair-Geschäft an der Niedernstraße, seien teilweise mehrere Monate ausgefallen. Auch eine Steuer-Nachzahlung habe sich negativ auf das Geschäftsjahr ausgewirkt. Und noch ein dritter nicht vorhersehbarer Kostenfaktor sei im vergangenen Jahr auf die Siga zugekommen: Eine Begehung des Bauamts Stadthagen im Gebäude an der Hüttenstraße hatte eine Nutzungsänderung für die Galerie Vielfalt und das Sozialkaufhaus ergeben. Neben brandtechnischen Auflagen und Umbauarbeiten mussten auch 74 Stellplätze nachgewiesen werden und entsprechende Bau- und Nutzungsänderungen eingereicht werden, erläuterte Peters. Auch ein Rechtsbeistand sei dann notwendig geworden.

„Auch die Umsatzentwicklungen in unseren Einrichtungen haben sich im April und Mai drastisch reduziert“, so Peters weiter. Die Ladengeschäfte seien im identischen Zeitraum 2015 fast ausverkauft gewesen. 2016 seien sie dagegen so schlecht wie noch nie gewesen. Der Vorstand sah sich gezwungen, verstärkt für die Läden zu werben.
Um den Fehlbetrag zu decken beschloss die Generalversammlung, rund 21.500 Euro aus den Ergebnisrücklagen zu entnehmen. Das sehe auch das Genossenschaftsgesetz so vor. Die weiteren gut 21.000 werde aus unterschiedlichen Töpfen gezahlt, sodass am Ende eine schwarze Null dastehe.

Dienstleistungsverträger sollen unverändert bleiben

Zu den Zielen in diesem Jahr erklärte Peters: „Die Dienstleistungsverträge mit dem Jobcenter sollen unverändert bleiben.“ Somit sollen auch die Teilnehmerzahlen unverändert bleiben. In den Einrichtungen seien bereits Personalveränderungen durchgeführt worden. Das mache sich bereits in Höhe der Einnahmen bemerkbar.
Die Siga, die im Oktober ihr 20-jähriges Bestehen nachfeiert, sieht ihr Hauptaufgabenfeld in der Betreuung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen und arbeitet eng mit dem Jobcenter zusammen. Den Teilnehmern stehen Qualifizierungsplätze in den Sozialkaufhäusern und in der Holz- und Metallwerkstatt zur Verfügung. Im vergangenen Jahr seien über 120 Personen in verschiedenen Maßnahmen qualifiziert und geschult worden.

282 Mitglieder gehören der Siga an. Erneut in den Aufsichtsrat wurden Michael Fuchs, Richard Hartinger, Michael Joop, Rudolf Krewer, Heinz-Gerhard Schöttelndreier und Hartmut Spier gewählt. Stephan Uchtmann scheidet aus. Der katholische Pfarrer wechselt beruflich nach Hameln und könne sein Siga-Amt nicht mehr ausfüllen. Für ihn wurde sein Nachfolger Günther Birken gewählt. jemi

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