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So isst die Kreisstadt

Von Fastfood bis Salat So isst die Kreisstadt

Zu wenig Zeit ist auch in der Kreisstadt ein Argument für Burger, Pommes und Co. statt der frisch gekochten Mahlzeit. Ähnlich wie in der vom Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt (CSU) in Auftrag gegebenen Ernährungsstudie, greifen viele dann schnell zu Fertigprodukten.

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Der eine wählt Schaschlik, der andere Schweinebraten: Pari-Mitarbeiterin Iris Kluge (von rechts) stellt für André Holzapfel und Bastian Mengkowski von der Holder Service GmbH das Mittagessen zusammen

Quelle: sk

Stadthagen. Denn während der Pizzabringdienst das Essen zubereitet, können Arbeitnehmer fleißig weiterarbeiten und pünktlich zur Mittagspause wird aufgetischt. „Das Problem ist oft die Arbeitszeit“, weiß Timo Reinhold, Vorsitzender des Köcheclubs Schaumburg und Lehrer im Bereich Gastronomie an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Stadthagen.

Besser haben es da die Kochazubis an den Berufsbildenden Schulen (BBS) und in den gastronomischen Betrieben in Stadthagen. An ihrem Arbeitsplatz ist immer ein Herd vorhanden. Deswegen essen die meisten Kochschüler im Betrieb, sagt Reinhold. „Das was wir kochen, ist auch für den Alltagsgebrauch geeignet“, erklärt der Lehrer. Speziellere Kniffe und Rezepte werden den angehenden Köchen im Köcheclub vermittelt. Dort lernen die Azubis von den Profis, ausgefallene Menüs zuzubereiten.

Qualität spielt eine Rolle

Für den Alltag empfiehlt der Koch hingegen zum Beispiel einfachere Reis- oder Nudelgerichte, die sich schnell zubereiten lassen. Und denjenigen, die beruflich bedingt wenig Zeit haben, rät er vorzukochen. So könne man auch die Tage überbrücken, an denen der heimische Herd kalt bleibe. Dennoch legt der Koch wert auf frische Küche. Die Qualität der Lebensmittel spielt laut Reinhold dabei eine große Rolle. Er sieht eine Tendenz zu qualitativ hochwertigeren Produkten: „Die Menschen scheinen bereit zu sein, für gute Lebensmittel mehr Geld auszugeben.“

„Zu 80 Prozent haben wir Stammkundschaft“

Die Küche kalt lassen mittags etliche Stadthäger Senioren, aber auch Werktätige, die in der Nähe des Bistros „al Pari“ arbeiten. Beim Mittagstisch an der Straße Am Helweg gehen täglich 130 bis 150 Gerichte über die Theke – frisch zubereitete Hausmannskost (im Winter sei Zungenragout der absolute Renner). „Das kommt an“, sagt Küchenleiter Rainer Kunkel. Die verschiedensten Bratensorten, Kohlrouladen, Frikadellen, Schnitzel, Schaschlik, dazu frisches Gemüse und Salat, scheinen den Gästen zu schmecken. Kunkel: „Zu 80 Prozent haben wir Stammkundschaft.“ André Holzapfel von der Holder Service GmbH gehört dazu. Am Feierabend zu kochen verbleibe, zumal seine Freundin ebenfalls im Job zu Mittag esse. „Abends reicht mir dann ein Brot“, so Holzapfel.

Das Bistro „al Pari“ steht allerdings nur für einen kleinen Teil des Firmenumsatzes. Die Pari projob GmbH liefert unter anderem an Kindergärten und Schulen täglich insgesamt 3900 Portionen Essen aus. Die Gerichte unterscheiden sich vom Bistro-Programm. „Grundschülern braucht man nicht mit Leberkäse und Sauerkraut zu kommen“, so Koch und Kundenbetreuer Christian Wehmeyer. Vielmehr sind Pizza und Pasta unverzichtbar. Beim Lieferservice wie beim Bistro gilt: Auf vorgefertigte Gerichte wird verzichtet und Lieferanten aus der Region bevorzugt.

Sowohl Kunkel als auch Wehmeyer stehen auch zu Hause am Herd. „Kochen ist kein Hexenwerk“, macht Kunkel Kochmuffeln Mut. „Eine Karotte, eine Paprika, eine halbe Zwiebel und eine Zucchini aufs Blech, und ab in den Backofen“, das koste kaum Zeit – und nebenbei könne man Wäsche bügeln. sk, tbh

Schneller Salat für die Mittagspause

Wer kennt es nicht: Der Arbeitstag ist hektisch, zum kochen bleibt eigentlich keine Zeit, also fällt die Wahl für das Mittagessen auf eine Bestellung. Doch ein bunter Salat für die Mittagspause ist schnell vorbereitet. Am schnellsten geht es, wenn man sich die Arbeit mit einem Kollegen teilen kann. Ein Beispiel für einen frischen Salat mit Joghurt-Dressing hat Martina Koch aus der SN-Redaktion parat:

Die Zutaten: Lollo Bianco, eine Zucchini, eine gelbe, eine rote und eine grüne Paprika, braune Champignons.

Joghurt-Dressing (für zwei Personen): Ein kleiner Becher Joghurt, ein Esslöffel (frisch gepresster) Zitronensaft, ein Schuss Essig, einen abgestrichenen Teelöffel Rohrzucker oder Agavendicksaft.

Die Zubereitung: Den Salatstrunk entfernen, Lollo Rosso waschen und zupfen, restliche Zutaten in mundgerechte Stücke schneiden. Das Gemüse in einer Pfanne oder einem Topf mit ein wenig Öl anschwitzen.

Die Zutaten für das Joghurt-Dressing in einer kleinen Schale verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

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