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Solarpark: Stadt soll Planung vorantreiben

Halde am Georgschacht Solarpark: Stadt soll Planung vorantreiben

Der Ideengeber für den Solarpark auf der Halde vermisst die Initiative der Verwaltung, um das Gelände am Georgschacht als Energiestandort wiederzubeleben.

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Stadthagen.   Es sei falsch, sich auf der Teilnahme am Wettbewerb „Klima kommunal 2016“ auszuruhen, kritisiert Jörg Janning im Gespräch mit den SN. So müsse die Stadt nun Stellung beziehen, ob der Flächennutzungsplan geändert werden soll, um einen Solarpark auf dem Haldenplateau zuzulassen. Nach bisherigem Stand sei dort eine Bewaldung vorgesehen, die der Installation von Photovoltaik-Anlagen im Wege stehen würde.
„Um in die Diskussion mit Beteiligung der Bürgerschaft einsteigen zu können, muss die Stadt die rechtliche Grundlage schaffen“, betont Janning. „Solange die Planungen ein entgegengesetztes Interesse verfolgen, kann das Projekt nicht weitergedacht werden.“

Dabei stünde der Solarpark dem eigentlichen Ziel der Bauleitplanung nicht im Wege. Diese sehe insbesondere vor, eine oberflächennahe Entwässerung des Haldenplateaus zu gewährleisten, um eine Durchspülung des Haldenkörpers mit seinen Ablagerungen zu vermeiden.

Damit das Wasser schneller abfließt, sollen unabhängig vom Bau des Solarparks drei Hügel auf dem Plateau moduliert werden. „Die Photovoltaik-Anlagen könnten das Regenwasser auffangen, bevor es den Boden erreicht. Über eine Art Dachrinne könnte das Wasser dann am Hang nach unten geleitet werden“, erläutert Janning.

Solange dies jedoch planungsrechtlich nicht vorgesehen sei, bewege sich diese Überlegung im luftleeren Raum. Zumal der Eigentümer bereits beauftragt sei, die Halde durch eine Waldbepflanzung zu begrünen, die der angedachten Nutzung im Wege stehen könnte. „Es gebietet die Fairness, dass die Stadt signalisiert, wo die Reise hingehen soll“, betont Janning.

Darüber hinaus sei es wichtig, frühzeitig den Blick der Bürger für das Potenzial zu öffnen, dass das Gelände am Georgschacht biete. Dabei gehe es nicht nur um den Solarpark, der das Tropicana, die Schulen, das Kreishaus, die Festhalle, die Gewerbebetriebe am Georgschacht und private Haushalte in den angrenzenden Wohnsiedlungen mit Strom versorgen könnte, sondern auch um die Entwicklung der Halde zu einem Bildungs- und Erlebnisraum mit touristischem Potenzial.

Er selbst habe bereits positive Gespräche mit Multiplikatoren wie den Stadtwerken und den Wirtschaftsbetrieben geführt. Aber auch die Verwaltung müsse sich Gedanken machen, wie sie die Bürger einbeziehen will. Nach Vorstellung von Janning könnte die Stadt eine leerstehende Ladenfläche in der Innenstadt mieten und als Anlaufstelle nutzen, um die Bürger zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Ideen und Anregungen mitzuteilen.

Im  Planungs- und Bauausschuss am Donnerstag, 14. April, wird Janning auf Antrag der rot-grünen Mehrheitsgruppe über den aktuellen Stand beim Thema „Wiederbelebung des Energiestandortes Georgschacht“ berichten. Beginn ist um 17 Uhr im Rathaus. ber

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