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Solarpark soll aufs Halden-Plateau

Stadthagen Solarpark soll aufs Halden-Plateau

Ein riesiger Solarpark auf dem Plateau der Georgschacht-Halde: Mit dieser Idee will die Stadt in den von der Landesregierung ausgeschriebenen Wettbewerb „Klima kommunal 2016“ gehen.

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Mit Solarzellen gespickt – so könnte das Halden-Plateau aussehen, wenn das Konzept zur Umsetzung kommt.

Quelle: rg/Montage: Harmening

Stadthagen. Ideengeber ist der Stadthäger Bürger Jörg Janning, Mitglied des Vereins „BürgerEnergieWende Schaumburg“ und früher im niedersächsischen Umweltministerium tätig. Von dessen Konzept sogleich überzeugt, nahm Bürgermeister Oliver Theiß mit dem Eigentümer (Eliat GmbH) und der Betreiberin der Halde (Ahrens Transport und Handel GmbH) Kontakt auf. Beide haben sich nach Darstellung des Verwaltungschefs offen für die Pläne gezeigt und eine Mitwirkung zugesagt. Sie sind Teil einer von Theiß ins Leben gerufenen „Planungsgruppe Halde Georgschacht“.

Der Ideenskizze nach würden die Solarzellen auf drei großen Hügeln platziert, die noch auf dem Halden-Plateau aus Gründen der gezielten Wasserabführung angelegt werden sollen. Dort sei ein Solarpark mit einer ungefähren Jahresleistung von zehn Megawatt vorstellbar – das wiederum sei allerdings von etlichen Faktoren wie Sonneneinstrahlung und Neigungswinkel der Zellen abhängig.

Ein Kernpunkt des Konzeptes ist, dass der Strom nicht allgemein für den Markt, sondern bedarfsgerecht für Abnehmer im direkten Umfeld produziert werden soll. Gedacht wird unter anderem konkret an das Tropicana, die Schulen, das Kreishaus, die Festhalle und die Gewerbebetriebe am Georgschacht. Aber auch private Nutzer in den angrenzenden Wohnsiedlungen könnten laut Theiß an den Solarpark angeschlossen werden.

Wie der Verwaltungschef berichtete, feilt die Stadt derzeit noch am Wettbewerbsbeitrag. Dieser muss spätestens Ende Februar eingereicht werden. Sollte Stadthagen erfolgreich abschneiden, was sich vermutlich noch im Frühjahr entscheidet, wäre das mit einer finanziellen Förderung verbunden. Für drei Jahre, also bis Mitte 2019, würde das Land zu 85 Prozent einen Projektmanager bezahlen. Dieser hätte die Aufgabe, das Vorhaben zu entwickeln.

Dazu würde es auch gehören, Investoren zu finden. Vorstellbar wären mit Blick auf das genannte Versorgungsgebiet unter anderem die Stadtwerke Schaumburg-Lippe, die Stadthäger Wirtschaftsbetriebe, der Landkreis und Gewerbetreibende im Umfeld des Georgschachtes. Derzeit wird bereits eruiert, ob einige dieser potenziellen Investoren die restlichen 15 Prozent der Kosten des Projektmanagers tragen würden.

Bevor mit einer Umsetzung des Vorhabens begonnen werden könnte, muss die Halde vollständig verfüllt sein. „Das dürfte in drei bis fünf Jahren der Fall sein“, kalkulierte Theiß. Das Solarpark-Konzept verfolgt einen langfristigen Ansatz, betonte der Bürgermeister. Denn die Solarzellen sollen schrittweise, immer orientiert an der aktuellen Nachfrage, installiert und in Betrieb genommen werden. Im Blick sei dabei ein Zeitraum bis 2026. Nicht ausgeschlossen sei, dass bei entsprechendem Bedarf auch der südliche und der westliche Hang mit Solarzellen bestückt werden.

Janning und Theiß schwebt zudem vor, die Halde in fernerer Zukunft begehbar zu machen – als Teil eines Landschaftsparks. „Ich halte den Ansatz für eine gute Zukunftsperspektive für die Nachnutzung der Halde und für die Stadtentwicklung“, begründete Theiß sein Engagement für die Idee. ssr

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Land gibt 508 000 Euro für Ausbau der Ahornallee

Die Stadt Stadthagen erhält vom Land Niedersachsen in diesem Jahr 508 000 Euro für den zweiten Bauabschnitt des Ausbaus der Straße „Am Georgschacht“.
Dies hat der Stadthäger Landtagsabgeordnete Karsten Becker (SPD) auf Nachfrage von der Staatssekretärin des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Daniela Behrens, erfahren. „Der Ausbau der kommunalen Verkehrsinfrastruktur ist mir wichtig. Wir brauchen gute Verkehrswege, gerade auch, um die Verkehrssicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer, wie Fahrradfahrer und Fußgänger, zu gewährleisten. Ich freue mich, dass die Landesförderung die Bemühungen der Stadt Stadthagen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zum Erhalt der Ahornallee maßgeblich unterstützt“, erklärt Becker.

Der zweite Bauabschnitt erfasst die Strecke von der Stockfeldstraße bis Nienstädt. Parallel wird ein Radweg Richtung Jahnstraße angelegt. Die Strecke von der Enzer Straße bis zur Stockfeldstraße ist bereits fertiggestellt. Mit 870 000 Euro ist der Ausbau der Straße Am Georgschacht (Ahornallee) das teuerste Straßenbauvorhaben der Stadt in diesem Jahr. r

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