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Sommergastronomie als Kompromiss

Schlossgartencafé Sommergastronomie als Kompromiss

Die von Bürgermeister Oliver Theiß geäußerte Hoffnung, noch vor Ende des Monats eine Entscheidung herbeizuführen, an welcher Stelle das Schlossgartencafé wiederaufgebaut werden soll, ist in weite Ferne gerückt. Knapp zwei Stunden wurde im Bau- und Planungsausschuss über das Thema gesprochen.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Ein Beschluss war allerdings gar nicht erst vorgesehen. Allerdings zeigt das Stimmungsbild, dass mit einem schnellen Neubau aufgrund der hohen Kosten von einer halben Millionen Euro nicht zu rechnen ist. Stattdessen sprachen sich die Mitglieder einstimmig für einen Kompromiss aus: ein Sommercafé.

Alle Gruppen und Fraktionen sind sich einig, das Lustschloss zu sanieren und die abgängigen Teile abzureißen. Die CDU konnte sich jedoch nicht durchsetzen, einen schnellen Anbau zu verwirklichen. Dabei befürworten alle Kommunalpolitiker die zweite Variante, die einen seitlichen Anbau mit einer Fläche von 130 Quadratmetern vorsieht. Damit wäre der Blick auf das Lusthaus wieder frei. Keine Begeisterung riefen die von der Verwaltung präsentierten Modelle vor, nach denen ein gastronomisches Angebot im südlichen Bereich des Schlossgartens neu oder gar in der Zehntscheune entstehen könnte.

Wenig Anklang fand sowohl bei der Verwaltung als auch bei den Ausschussmitgliedern die Variante mit dem Glasgebäude. „Wir glauben, dass der Ansatz gut gemeint ist, durch den Anbau aus Glas den Blick auf das historische Lusthaus zu ermöglichen“, sagt Bauamtsleiter Gerd Hegemann. Allerdings könne die erwünschte Wirkung nicht erzielt werden, denn es sei ein „Irrtum zu glauben, dass das Lusthaus von Außen zu sehen wäre“. Der einzige Vorteil wäre, von innen den unverstellten Blick auf den Schlossgarten zu geben.

„Es ist eben auch ein Risiko“

Jürgen Burdorf (WIR) plädierte einerseits für eine schnelle Lösung, der Zustand –„die Ruine“ – sei unerträglich. Allerdings müsse auch der Haushaltslage Rechnung getragen werden. „Uns fehlt Geld für Kindergärten, wir haben Millionendefizite“, deswegen empfehle sich eine Ausgabe von 300000 bis 500000 Euro nicht. „Es ist eben auch ein Risiko, wenn wir für viel Geld eine Gastronomie errichten und uns am Ende die Besucher fehlen.“ Aus diesen Überlegungen hinaus plädiere er für das Sommercafé. Dies könne vielleicht schon im nächsten Sommer eröffnen und würde der Stadt Zeit verschaffen, „damit verbauen wir uns nichts“. Bei diesem Szenario würde der Küchentrakt abgerissen werden. Im linken Bereich, der die Sanitäranlagen beherbergt, wäre ein Raum frei, der als Küche genutzt werden könne.

Rolf Rösemeier-Tietjen (Grüne) und Martin Schaefer (SPD) schlossen sich der Meinung an, um die Bewirtschaftung zügig zum Laufen zu bringen. Abriss der abgängigen Teile und die Sanierung des Lusthauses sollen beschlossen werden.

Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Heiko Tadge (CDU) wunderte sich über den für ihn plötzlichen Meinungsumschwung seiner Ausschusskollegen. Schließlich habe es den gruppen- und fraktionsübergreifenden Konsens gegeben, ein ganzjähriges gastronomisches Angebot vorhalten zu wollen. „Wenn wir an dem Konsens festhalten wollen, müssen wir mehr Geld in die Hand nehmen.“ Auch die CDU wäre letztlich zu „einem Kompromiss bereit“ und würde ein Sommercafé mittragen, zeigte aber auf, dass ein sechsmonatiges Außenangebot circa 35000 Euro kosten würde. „Aber es wäre ein erster Schritt, um Leben in den Schlossgarten zu holen“.

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