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Sommertarif soll um einen Monat verlängert werden

Stadthagen / "Tropicana" Sommertarif soll um einen Monat verlängert werden

Der günstige Sommertarif im Freizeitbad „Tropicana“ soll um einen Monat bis Ende September verlängert werden. Das hat Karsten Becker, Sprecher der SPD/FDP-Mehrheitsgruppe im Rat, angekündigt. Nach dessen Aussagen wird die CDU-Fraktion dies mittragen. Die finale Entscheidung soll der Rat in seiner Sitzung am 29. August treffen.

Stadthagen (ssr). Becker bezeichnete diesen Schritt als „Dankeschön an die Besucher“. Anlass dafür sei die aktuelle Bilanz des günstigen Sommertarifs, der auf Antrag der SPD/FDP-Gruppe angesichts der vorübergehenden Schließung des Außenbeckens eingeführt worden war. Der Sommertarif habe sich als „durchschlagender Erfolg“ erwiesen. Das lasse sich durch Zahlen belegen, welche die Ratsgruppe sich gestern von der Geschäftsführung der Wirtschaftsbetriebe hat vorlegen lassen.

Demnach haben im Zeitraum von Anfang Juni bis zum 18. August 25.182 Gäste mehr das „Tropicana“ besucht als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als es den Sommertarif noch nicht gegeben hatte. Das bedeutet ein Plus von 54,3 Prozent. Nach Auskunft von Jens Schmücking von den Wirtschaftsbetrieben hätte schon ein Plus von 9000 Besuchern im angegebenen Zeitraum ausgereicht, um das durch den verbilligten Tarif verursachte Einnahmeminus auszugleichen.

Nun sei aber sogar ein Umsatzplus von 135.000 Euro dabei herausgekommen, führte Schmücking weiter aus. 71.000 Euro davon sind vermehrte Eintrittsgelder, 64.000 Euro habe das Einnahmeplus der Gastronomie im „Tropicana“ betragen.

An Werktagen sind laut Schmücking bis zu 1600, an Wochenendtagen sogar bis zu 2120 Besucher gezählt worden, das sind rekordverdächtige Werte. Schmücking betonte, trotz dieses Ansturms seien die Ressourcen, etwa im Umkleide- und Sanitärbereich ausreichend gewesen.

Der Erfolg des Sommertarifs unterstreicht nach Überzeugung von Becker, dass das „Tropicana“ inklusive Cabrio-Dach und Außenbereich „für norddeutsches Sommerwetter strategisch perfekt aufgestellt ist“. Das sei durch die diesjährige kühle und regnerische Sommerferienzeit noch besonders verstärkt worden. Doch auch allgemein gelte die meteorologische Einsicht, dass das norddeutsche Sommerhalbjahr im Durchschnitt lediglich 20 typische Freibadtage mit uneingeschränktem Hochdruckwetter hergebe.

Darauf sei das „Tropicana“ haargenau die richtige Antwort, betonte Becker im Namen der SPD/FDP-Gruppe.

Die auf der SPD-Liste für den kommenden Rat kandidierende Ute Hartmann-Höhnke hatte nach Darstellung Beckers „die geniale Idee des Sommertarifs“. Hartmann-Höhnke sagte, sie sei durch vielfältige Kontakte zu jungen Eltern auf dieses „nötige sozial- und familienpolitische Modell gekommen“.

Die Entscheidungen zum „Tropicana“ und zum (Wellen-)Freibad belegten eindrucksvoll, so Becker weiter, dass in der Kommunalpolitik angesichts knapper werdender Finanzen „eine Abkehr von immer gleichen Entscheidungsmustern“ erfolgreich sein könne. Die Lösung „Mehr vom Selben“ sei nämlich heutzutage oft nicht mehr angezeigt.

Es bleibe bei der langfristigen Absicht, voraussichtlich im Jahr 2014 ein neues Außenbecken zu bauen. Bis dahin sei ein solches solide zu finanzieren, der Betrieb werde kostengünstiger sein als beim alten Wellenfreibad. Abschließend kündigte Becker an, nach dem Willen der SPD-Fraktion werde es auch im kommenden Jahr einen Sommertarif geben.

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