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Songjuwelen und Improvisationskunst

Stadthagen / "Maybebop" Songjuwelen und Improvisationskunst

Die A-Cappella-Gruppe „Maybebop“ hat ihrer Stadthäger Fangemeinde einen Besuch abgestattet. Mit einem ausverkauften Konzert begeisterten die vier stimmstarken Charaktere in der Aula der Integrierten Gesamtschule Schaumburg (IGS).

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„Maybebop“ begeistern in der Aula der IGS.

Quelle: han

Stadthagen (han). Das Rezept des Quartetts ist bewährt: Eigenkompositionen mit teils nachdenklichen, teils urkomischen Texten wechseln sich ab mit Parodien und überdrehten Cover-Versionen. „Maybebop“ kommen ganz ohne Instrumente aus, alle Rhythmen, Effekte und Melodien sind mundgemacht. Die Musiker aus Hannover, Hamburg und Berlin sind Virtuosen, sie beherrschen jeden Musikstil aus dem Effeff. Das Goethe-Lied „Es war ein König in Thule“ kleideten sie in einem düster-atmosphärisches Triphop-Klanggewand. Gewohnt lieblich erklang Bachs berühmtes „Air“, das sich jedoch nach einigen Takten in pulsierenden Jazz verwandelte.

„Extrem nah dran“ heißt ihr neues Programm, das wieder etliche Songjuwelen enthält, wie zum Beispiel das herrlich alberne „Vogellied“ oder die Macho-Hymne „Panzerfahrn“, die Sänger Oliver Gies mit einem Striptease würzte.

Perfekte Choreografie, viel Humor und gesangliche Spitzendarbietungen machten den Reiz des Abends aus. Hinzu kamen kuriose Einfälle, wie beispielsweise das Volkslied-Quiz. Zwei Kandidaten aus dem Publikum mussten Volksweisen erkennen, zu denen „Maybebop“ allerdings einen falschen Text sangen.

Zum Schluss durften die Zuhörer die Improvisationskunst der vier Gesangsvirtuosen auf die Probe stellen. Das Publikum wählte einen Musikstil und rief Stichwörter zu, aus denen die Akteure spontan einen Song stricken mussten. Die Gäste machten es der Band nicht einfach und wählten sperrige Ausdrücke. Trotzdem gelang es „Maybebop“, Begriffe wie „Offshore-Park“, „MacGyver“ und „Diaphragma“ in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Für jeden Reim gab es lautstarken Zwischenapplaus.

Das aufgekratzte Publikum konnte nicht genug bekommen, mit mehreren Zugaben bedankte sich die Gruppe für den frenetischen Beifall.

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