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Sorge um die deutsche Härte

Kooperation Sorge um die deutsche Härte

Die Sorge um den Verlust der „deutschen Härte“ hat bei der Hauptversammlung des Wasserbeschaffungsverbandes Wendthagen-Ehlen für Diskussionen gesorgt.

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Der Verbandsvorsitzende Heinz Niemeyer bereitet die Mitglieder auf den Wechsel zu den Stadtwerken vor.

Quelle: ber

Stadthagen (ber). Der Vertrag mit den Stadtwerken sieht vor, dass das Grundwasser aus den verbandseigenen Brunnen im Bückeberg spätestens ab 1. Juli zur Aufbereitung ins Wasserwerk Ehlen geleitet wird. Dort vermischt sich das Wendthagener Wasser mit Härtegrad 3 mit dem weicheren Pendant aus Stadthagen und wird dann als Trinkwasser in die 433 Haushalten in Wendthagen-Ehlen gepumpt.
Der Verbandsvorsitzende Heinz Niemeyer warb um Verständnis für die aus seiner Sicht unausweichliche Zusammenarbeit. Nach Verunreinigungen im Reinwassernetz habe das Gesundheitsamt des Landkreises den Verband dazu aufgefordert, seine Aufbereitungsanlagen auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Nach Schätzung eines Planungsbüros hätte der dafür notwendige Neubau eines Wasserwerkes rund 800 000 Euro gekostet. Die Aufbereitung des Rohwassers durch die Stadtwerke koste den Verband dagegen 220 000 Euro zuzüglich Betriebskosten. Nach Angaben von Niemeyer erhöhen sich durch den Vertrag mit den Stadtwerken die Kosten pro Kubikmeter Wasser von 35 auf 50 Cent. Der Neubau eines Wasserwerkes hätte dagegen mit 1,69 Euro pro Kubikmeter Wasser zubuche geschlagen.
Die Aufbereitung des Wendthagener Wassers durch die Stadtwerke erfordert die Verlegung einer weiteren Transportleitung vom Schaumburger Weg bis zum Wasserwerk Ehlen. Im Zuge dieser Maßnahme habe der Verband zudem die Versorgungsleitung von der Hauptstraße zum Wasserwerk Ehlen erneuert. Im Anschluss soll die Sanierung des verbandseigenen Wasserwerkes II beginnen, das als Gegenbehälter weiter betrieben wird. Das Wasserwerk I wird dagegen stillgelegt.
Insgesamt kosten die Baumaßnahmen 240 000 Euro. „Daher ist eine Erhöhung des Wasserpreises erforderlich“, betonte Niemeyer. Seit 2014 kostet das Trinkwasser für die Verbandskunden 1,30 Euro pro Kubikmeter plus vier Euro Grundgebühr. In welcher Höhe der Preis steigen wird, ließ Niemeyer offen. Diese Entscheidung trifft der sechsköpfige Verbandsausschuss, dem die Mitglieder erneut für fünf Jahre das Vertrauen schenkten: Friedrich Schwarze, Rudi Stift, Jörg Ostermeier, Wilfried Langemeier, Wolfgang Krumsiek und Gottfried Kahla.

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