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Spätlese erlebt fulminante Premiere

Voller Erfolg für Seniorenmesse Spätlese erlebt fulminante Premiere

Ein volles Haus, kaum dass die Festhalle geöffnet war, fast 50 Stände, die keine Lücke zwischen den durchweg zufriedenen Ausstellern ließen und mehrere Tausend begeisterte Besucher:

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Viele Besucher schauen sich auf der Seniorenmesse um.

Quelle: rg

Stadthagen. Die Premiere der Seniorenmesse Spätlese, initiiert und veranstaltet von den Schaumburger Nachrichten, war ein voller Erfolg. Heimische Unternehmen präsentierten ihre Angebote, unter anderem aus den Bereichen Sport, Gesundheit, Wohnen, Pflege, Reisen, Vorsorge und Finanzen.

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Eine gute Idee indie Tat umgesetzt

"Es passiert etwas Neues in Stadthagen!“ Bürgermeister Oliver Theiß hat die Seniorenmesse Spätlese als eine Idee gelobt, die nicht im Kopf geblieben, sondern erfolgreich in die Tat umgesetzt worden sei. In der Festhalle eröffneten Marc Fügmann, Chefredakteur der veranstaltenden Schaumburger Nachrichten, Landrat Jörg Farr und Theiß am Sonnabend die zweitägige Schau. Von der ersten bis zur letzten Stunde war die Premieren-Ausstellung an beiden Tagen bestens besucht.
Bis das Konzept für die Messe stand, die Aussteller ihre Stände bestücken konnten und sich die Türen zur Festhalle öffneten, waren viele Monate ins Land gegangen. Fügmann blickte zurück: Vor einem Jahr sei die Idee zu einer Messe für Senioren geboren worden. Dabei habe man zunächst lange über die Zielgruppe nachgedacht: Menschen jenseits des Renteneintrittsalters oder gar schon Endfünfziger? „Alles eine Frage des persönlichen Empfindens“, so Fügmann. Fest stehe, dass die Menschen immer älter werden. Die Lebenserwartung sei in den vergangenen 25 Jahren weltweit um durchschnittlich sechseinhalb Jahre gestiegen. „Im Landkreis Schaumburg ist heute jeder dritte Einwohner älter als 60 Jahre.“ Auf diese Entwicklung müsse sich die Gesellschaft einstellen. Industrie, Handwerk und Dienstleistung täten dies längst: Ob Handys mit großen Tasten und Hausnotruf oder in den Supermärkten Lupen an den Einkaufswagen – es gebe viele Beispiele für mehr Lebensqualität bietende Hilfen im Alter. Die Messe Spätlese verschaffe, so der SN-Chefredakteur, einen Überblick über das große Angebot entsprechender Waren und Dienstleistungen.
Farr wertete die Seniorenmesse in zweifacher Hinsicht als Erfolg, der sich frühzeitig abgezeichnet habe. Erstens sei die Akzeptanz durch die Aussteller riesig, zweitens sei bereits eine Stunde nach Eröffnung am Sonnabend der Parkplatz neben der Festhalle nahezu voll gewesen. Später wuchs der Besucherstrom immer weiter an.
Farr machte deutlich, dass viele Menschen heute über eine gesunde Lebensweise im Alter aufgeklärt seien. Mit dem Älterwerden werde zunehmend auch die Erkenntnis verbunden: „Wir bleiben länger jung!“ Man solle doch einmal im Familienalbum Bilder früherer Großeltern-Generationen mit Aufnahmen heute 70- oder 80-Jähriger vergleichen, empfahl der Landrat.
Wer in den Ruhestand gehe, lande nicht auf dem Sofa, sondern oft in der Volkshochschule oder gar an der Universität, um neuen oder zurückgestellten Interessen nachzugehen. Und die „Best-Ager“-Generation schwinge sich aufs Fahrrad und unternehme Reisen in alle Welt. Irgendwann komme dann freilich auch die Phase, in der man merke: „Ich brauche Unterstützung.“ Dann stünden vielleicht Umbaumaßnahmen zu Hause an oder ein ambulanter Dienst werde in Anspruch genommen. Was in dieser Hinsicht auf dem Markt ist, „ist hier alles präsent“, lobte Farr. Er dankte den SN, „die die Verwirklichung der Messe in die Hand genommen haben“, und wünschte, dass es das ganze Wochenende über „weiter so brummt wie es angefangen hat“. Ein Wunsch, der in Erfüllung gehen sollte.
Weitere Fotos und auch ein Video von der Messe finden Sie im Internet auf www.sn-online.de

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Stolze Namensgeber

„Hier ist der Bär los!“ Fritz Wehling (Mitte), neu in der Spätlese-Redaktion der Schaumburger Nachrichten, hat sich über die riesige Besucherresonanz am SN-Stand gefreut. Die 15 Mitarbeiter der Seniorenseite können stolz sein – nicht nur auf ihre Arbeit. Ihre Redaktion mit Leiter Friedhelm Sölter (rechts) ist Namenspate der Messe. So wie Reinhard Dierking (links) haben sich zahlreiche Besucher über die Zeitung informiert, ihre Meinung mitgeteilt und einen Fragebogen zur Seniorenredaktion ausgefüllt. Verlost wird unter den Umfrageteilnehmern, was nahe liegt: zehn Flaschen beste Spätlese.  sk/rg

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In einem Anzug, der Handicaps im Alter simuliert:
Timo Kirchhöfer (links) folgt den Anweisungen von Dr. Stephan Held (rechts).  sk

So fühlt es sich an, alt zu sein

Die Regenrinne hat einen Anhaltspunkt geboten für das nächste Puzzleteil: Am Stand der Alten Polizei vervollständigten Ute und Manfred Hagemann eine Außenansicht des Kommunikationszentrums und gaben zu Beginn ihres Messebesuchs einer Spiellaune nach.
Thematisch interessierte sich das Stadthäger Ehepaar unter anderem für altersgerechtes Wohnen, zum Beispiel in einer Seniorenwohngemeinschaft. Eine solche taucht am Zukunftshorizont von Anja Karlstedt (48) und Doreen Heinze (29) noch nicht auf. Die Spätlese-Messe empfanden die beiden Frauen aus Niedernwöhren und Stadthagen trotzdem als lohnendes Ziel für den Sonntagsausflug. „Man kann ja auch mal für die Verwandtschaft schauen“, meinte Heinze. Die Freundin zog erst einmal Schuhe und Poncho aus und wagte sich auf die Vibrationsplatte am „Looms“-Stand. Später belohnten sich die beiden mit leckerem Erdbeerkuchen. Das Team vom Tropicana zeichnete auch mit Donauwelle und Himbeer-Sahne-Torte, mit Flammkuchen und Putensteak für den kulinarischen Aspekt verantwortlich. Eine Kräftigung hatte sich am Sonnabend ein Besucher verdient, der den Kommandos von Geriater Stephan Held folgte: „Jacke an, es geht zum Einkaufen!“ Der Mann folgte mühsam, fand so recht den Reißverschluss nicht und hatte beim gespielten Einkauf im Supermarkt Probleme, das Kleingeld aus dem Portemonnaie zu fingern. Das Mitleid der Umstehenden hielt sich in Grenzen: Der Käufer war nicht etwa 85, sondern erst 16 Jahre alt und steckte in einem Anzug, der das Alter simuliert. Timo Kirchhöfer war froh, dass er Montur und Brille und „das komische Gefühl“ wieder ablegen konnte. Um ihn herum in der Festhalle informierten sich derweil rüstige Senioren, wie man fit bleibt und welche Hilfen das Leben im Alter angenehm machen. sk

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Den Jahren mehr Leben geben

Was passiert eigentlich beim Alterungsprozess? Anschaulich war dies zu betrachten im Vortrag von Stephan Held. Der Chefarzt der Geriatrie am Kreiskrankenhaus Rinteln des Klinikums Schaumburg veranschaulichte den Prozess anhand zweier Fotos der Französin Brigitte Bardot. Eines zeigt die Schauspielerin in ihren „Zwanzigern“, daneben erschien ein aktuelles Porträt der 82-Jährigen. Drastisch waren die Veränderungen der Haut zu erkennen, und die Finger der älteren Bardot wiesen aus Helds Sicht Gelenkveränderungen auf. Weniger allerdings ging es um Äußerlichkeiten. Vielmehr standen Möglichkeiten im Blickfeld, im Alter gesund zu bleiben, „den Jahren mehr Leben zu geben“.
Helds Thema und etliche weitere Vorträge waren gut besucht, so über Gefäßerkrankungen und den Weg zum Hörgerät. Andere Messebesucher informierten sich über Pflegebedürftigkeit oder ließen sich von Gedächtnistrainer Christian Albert aus Bennigsen zeigen, wie man die grauen Zellen auf Trab bringt. Die Polizei gab Präventionstipps zum sogenannten Enkeltrick. In warme südliche Gefilde entführte Heidrun Harste unter dem Titel „Wunderschönes La Palma“.   sk

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Spaniel, Stents und Rüttelspaß

Auf einem Bein stehen und nur mit einem Finger pro Hand die Haltestange berühren: Das ist schon im Zustand der Bewegungslosigkeit nicht für jeden leicht machbar. Die 66-jährige Bruni Kölling (Bild) hat sich im wahrsten Wortsinn dieser und anderer Übungen gestellt – und zwar auf einer Vibrationsplatte am Stand des Sport- und Wellnessstudios „Looms“. Laut Mitarbeiterin Susanne Tünnermann hat die Lauenauerin mit der Rütteltour die Dehnreflexe ihrer Muskeln angesprochen. Ausgesprochen wohl fühlte sich Kölling anschließend: „Das hat Spaß gemacht.“
Weniger Gaudi hat, wer mit verstopften Arterien auf dem OP-Tisch liegt. Wie mittels eines feinen weichen Drahtes, eines Katheters, mit Stents und Ballons der Schaden behoben wird, demonstrierte Günther Bauermeiser, Chefarzt der Gefäßchirurgie im Agaplesion Evangelischen Krankenhaus Bethel in Bückeburg, anhand selbst gebastelter transparenterGefäßmodelle. Weniger kunstfertig aber dafür mit hohem Niedlichkeitsfaktor ausgestattet sind die Hilfen, die Jutta Gaßmann anbietet: Die Bad Münderin stellte die quicklebende Cockerspaniel-Riege ihres Besuchshundedienstes vor.

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