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Spielend Hürden nehmen

Leichter durchs erste Schuljahr Spielend Hürden nehmen

Wer andere nicht ausreden lässt, bekommt die Gelbe Karte. Ist keine Besserung in Sicht, muss Lena Walter auch schon mal die Rote Karte hochhalten. „Leichter durchs erste Schuljahr“ heißt der Kurs des Schaumburger Kinderschutzbundes, den die Ergotherapeutin anleitet.

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Lena Walter bringt Tobi (links) und Bedirhan (7) bei, wie wichtig Zusammenarbeit sein kann.

Quelle: tbh

Stadthagen. Im Rahmen des Kurses bringt Walter Kindern bei, mit den Herausforderungen im Schulalltag leichter zurechtzukommen.  Spielerisch können Jungen und Mädchen mit Lernschwierigkeiten, motorischen Schwierigkeiten, Aufmerksamkeitsproblemen, die zu viel oder zu wenig Energie haben, lernen, sich zu konzentrieren, zu kooperieren und sich Dinge besser zu merken, erklärt Walter. Dabei spielt Bewegung eine große Rolle. Beim gemeinsamen Spielen entdecken die Kinder ihre eigenen Fähigkeiten. Kleine Erfolgserlebnisse stärken das Selbstbewusstsein und spornen an.

Für viele Jungen und Mädchen ist der Schulbeginn ein großer Schritt, der sie manchmal überfordert, das weiß auch die Mutter des sechsjährigen Tobi. Er vergesse manchmal das Hausaufgabenheft und könne sich nicht konzentrieren. „Wir hätten gerne noch ein Jahr mit dem Schulbeginn gewartet“, sagt die Stadthägerin.

Hemmschwelle ist für Eltern oft groß

Vor Kurzem war Spielen noch das Wichtigste und plötzlich stehen Lesen, Schreiben Rechnen auf dem Programm – das manche Kinder damit Probleme haben, ist normal, betont Gaby Mennicken, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes. Sie weiß, für Eltern ist die Hemmschwelle, Unterstützung in Anspruch zu nehmen oft groß. Zumal einige auch fürchten würden, ihr Kind könnte gebrandmarkt werden, wenn es nicht alles auf Anhieb kann. In den acht Stunden, die ein Kurs insgesamt dauere, könnten nicht alle Schwierigkeiten beseitigt werden, „aber wir können zeigen, wie Probleme gelöst werden können“, so Mennicken.

Noch sechs Mal treffen sich die Mädchen und Jungen in den beiden Gruppen. Ob das Projekt zum nächsten Schuljahr wieder angeboten wird, hängt laut Mennicken auch davon ab, ob neue Sponsoren gefunden werden. Dieses Mal fördert die Lotto-Sport-Stiftung das Angebot.

Weitere Informationen gibt es beim Kinderschutzbund Schaumburg, Bahnhofstraße 27, Telefon (05721) 72474. tbh

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