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Spitzes Hindernis

Ärger wegen Dornbusch Spitzes Hindernis

Mit Schwung um die Kurve und im schlechtesten Fall ein paar Dornen eingefangen. Denn ein Dornbusch ragt in der Bahnunterführung an der Bahnhofstraße in Stadthagen in den Geh- und Fahrradweg rein – für Joachim Bokisch eine große Gefahr, besonders für Fahrradfahrer. Nachdem nach seiner Aufforderung den Busch zurückzuschneiden, nichts passiert sei, hat Bokisch nun selbst zur Schere gegriffen.

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Joachim Bokisch kürzt selbst die stacheligen Äste des Dornbusches an der Bahnhofsunterführung.

Quelle: vr

STADTHAGEN. „Es ist hier bereits zu einem Unfall gekommen“, erinnert sich der 78-Jährige. Ein junges Mädchen sei mit ihrem Fahrrad unterwegs gewesen, blieb bei ihrer Fahrt in den Dornen hängen und stürzte. „Man kann von Glück reden, dass dem Mädchen nichts passiert ist“, betont Bokisch, der den Unfall selbst mitangesehen hat. Schon vorher waren ihm die Äste, die über die Hälfte des Fuß- und Radweges ragten, ins Auge gefallen. Wer in Höhe des Gewächses lang fuhr, der wäre nicht mehr ohne Weiteres in der Lage, einer entgegenkommenden Person auszuweichen.

 „Ich habe bei der Stadt angerufen und wurde an einen Mitarbeiter weitergeleitet. Der versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern.“ Nach Bokischs Anruf habe die Stadt den Eigentümer des Bahnhofgeländes informiert, da sich dieses nicht im städtischen Besitz befindet. „Wir haben die Aedificia Stadthagen KG direkt nach Herrn Bokischs Meldung kontaktiert und uns wurde gesagt, dass eine Gartenbaufirma beauftragt wurde“, erklärt Stadtsprecherin Bettina Burger. Die KG bestätigt auf SN-Anfrage die Beauftragung einer Gartenbaufirma. Warum bisher noch nichts geschehen ist, konnte die Firma allerdings nicht beantworten.

Trotz Verbot bleiben viele auf dem Rad

Bokisch wollte nicht mehr warten. „Auch nach zehn Tagen ist noch nichts passiert“, ärgerte sich der Stadthäger und griff nun selbst zur Schere. „Ich möchte nicht, dass es noch mal zu einem Unfall kommt, der dann vielleicht schlimmer endet.“ Auch für Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer sei das Vorbeikommen an den Sträuchern eine Herausforderung. „Egal von welcher Seite man kommt, der Weg ist sehr uneinsehbar und durch den Busch ist dies noch schlimmer geworden.“

Eigentlich fordert ein Schild Fahrradfahrer an der Bahnunterführung auf, beim Passieren vom Fahrrad abzusteigen. „Das machen nur die wenigsten, außerdem ist das Schild durch den hohen Bewuchs fast nicht mehr lesbar.“ vr

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