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Sportausschuss: Hybridrasen im Jahnstadion

Empfehlung Sportausschuss: Hybridrasen im Jahnstadion

Der Tennenplatz im Jahnstadion soll für 285 000 Euro in einen hybridverstärkten Rasenplatz umgewandelt werden. Der Ausschuss für Soziales, Jugend und Sport hat die entsprechende Beschlussempfehlung in den Verwaltungsausschuss verwiesen. Für Zufriedenheit sorgte der vorgelegte Entwurf der Verwaltung jedoch nicht.

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So sieht es gegenwärtig im Jahnstadion aus.

Quelle: seb

Stadthagen (ber). Carsten Meier, Vorsitzender des FC Stadthagen und der Arbeitsgemeinschaft der Stadthäger Sportvereine, kritisierte: „Das ist kein wirklicher Hybridrasenplatz, wenn mehr als 90 Prozent des Platzes aus reinem Naturrasen bestehen.“ Nach Ansicht von Meier reiche es nicht aus, nur die Strafräume mit einem Kunstrasenteppich zu verstärken. Der Verein befürchtet Trainingsausfälle. Zumal die Verwaltung sich einen Teil der Investitionskosten durch eine Sparmaßnahme wieder reinholen will.
Der Plan sieht vor, den B- und C-Platz im Jahnstadion aus der intensiven Nutzung herauszunehmen. Das heißt: Die beiden Rasenplätze sollen nur noch einmal wöchentlich gepflegt werden, statt wie bisher zwei- bis dreimal. „Sie dienen dann als Bolzplätze. Angesichts der Nutzungszahlen sind vier Rasenplätze im Jahnstadion nicht nötig“, meinte Sachgebietsleiter Martin Opfermann.
Die Stadt verspricht sich davon Einsparungen bei den Pflegekosten in Höhe von 22 000 Euro jährlich. Demgegenüber würden sich im Ergebnishaushalt durch die Investition Aufwendungen für Abschreibung und Verzinsung von knapp 21 000 Euro ergeben. „Damit erreichen wir, dass der Ergebnishaushalt nicht höher belastet wird“, rechnete Opfermann vor.
Doch Meier hat Bedenken. „Wo sollen die Mannschaften trainieren, wenn Nachholspiele stattfinden? Und können sie mir versichern, dass der neue Platz durchgängig genutzt werden kann?“ Opfermann verwies auf Aussagen der Platzwarte des Niedersächsischen Fußballverbandes, die ihm versichert hätten, dass Hybridrasenplätze sehr belastbar seien und lediglich mit 10 bis 15 Ausfalltagen im Jahr zu rechnen sei. „Und das schließt die spielfreie Zeit im Winter ein.“
Kunstrasen wäre laut Opfermann mit 525 000 Euro viel teurer und sei auf eine jährliche Nutzungsdauer von 2000 Stunden ausgelegt. „Im Jahnstadion sprechen wir von einer Nutzungsdauer von 480 Stunden. Wendthagen kommt auf die gleiche Stundenzahl, und zwar auf einem Platz.“
Die von Meier gewünschte Variante, auf dem gesamten Platz Hybridrasen zu verlegen, wäre erheblich teurer, rechnete Opfermann vor. „Die Hybridverstärkung kostet rund 40 Euro pro Quadratmeter. Unser Vorschlag sieht eine Gesamtfläche von 600 Quadratmetern vor. Der gesamte Platz ist 7000 Quadratmeter groß.“ Heißt: Statt 20 000 Euro wären 280 000 Euro fällig, die gesamte Baumaßnahme würde dann 445 000 Euro kosten.
Der Ausschuss stimmte dem Entwurf zu. Allerdings soll die Verwaltung sich mit Meier in einem Gespräch auf eine Variante verständigen, mit der beide Seiten leben können. Das Ergebnis der Verhandlung soll dann im Verwaltungsausschuss am 15. Juli vorgestellt werden. Die Entscheidung trifft der Stadtrat dann am 20. Juli.
Übrigens: Auch der große FC Bayern München trainiert seit der vergangenen Saison auf Hybridrasenplätzen.

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