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Stadt ebnet Weg für Fachärztezentrum

Stadthagen Stadt ebnet Weg für Fachärztezentrum

Die Pläne für die Ansiedlung eines Facharztzentrums in der Stadthäger Innenstadt konkretisieren sich: Der Verwaltung liegt ein Konzept des Projektentwicklers Walter Vogelsang vor, das den Bau eines Gebäudes auf dem ehemaligen Postgelände an der Bahnhofstraße vorsieht.

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Der rot eingekreiste Bereich zeigt den möglichen Standort für das Facharztzentrum an der Bahnhofstraße. Das alte Posthaus (rechts) soll in das Gebäude integriert werden, der nachträgliche Anbau sowie die Häuser im linken Bereich des Plangebietes müssten weichen.

Quelle: Montage: Elze

Stadthagen. Der Fachausschuss hat bereits die entsprechende Änderung des Bebauungsplanes empfohlen. So soll der Komplex weiter von der Bahnhofstraße gerückt werden, damit vor dem Gebäude Parkflächen geschaffen werden können. Auch die Geschosszahl im rückwärtigen Bereich des Plangebietes muss von zwei auf drei erhöht werden, um dem Konzept gerecht zu werden.

Ein Knackpunkt ist derzeit noch, dass nach den Vogelsang-Plänen zu wenig Parkflächen auf dem Grundstück zur Verfügung stehen. Hier könnte nach Angaben von Bauamtsleiter Gerd Hegemann entweder eine Tiefgarage oder die Ausweisung von Parkplätzen auf einem Nachbargrundstück, zum Beispiel dem Telekom-Gelände, Abhilfe schaffen.

Als Eigentümer und Investor soll die „Wert-Investition Ambulantes Facharztzentrum Stadthagen/Schaumburg GmbH“ auftreten, die sich laut Hegemann in der Gründungsphase befindet. Wer sich dahinter verbirgt, will Vogelsang nicht verraten. Er kenne aber „einen Teil der Personen“. Auch Bürgermeister Oliver Theiß will keine Namen nennen, sagt aber: „Ich halte das Projekt für seriös.“

Ein drohendes Problem mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die in der Vergangenheit die Ansiedlung eines Facharztzentrums wegen des bereits hohen Versorgungsgrades in Stadthagen kritisch beurteilt hatte, sieht Vogelsang nicht. „Wir haben mehr als zehn bereits in Stadthagen praktizierende Ärzte an der Hand, die in das Haus ziehen wollen.“ Die Versorgungsquote würde sich dadurch also nicht verändern.

Dennoch ist ein Gespräch mit der KV aus Sicht von Vogelsang entscheidend dafür, ob die Investoren das Projekt verwirklichen. Dabei gehe es darum, den richtigen Ärzte-Mix zu gewährleisten. Insbesondere ein Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie ein Reha- und Sportmediziner sollen das Spektrum erweitern. „Für diese Fachrichtungen hat die KV zwar gar keine Quote ausgegeben, aber es ist trotzdem ratsam, dies im Vorfeld abzustimmen. Es gibt nichts Schlimmeres, als die KV bei einem solchen Projekt zum Feind zu haben“, erklärt Vogelsang. Insgesamt sollen 20 Ärzte in dem Haus Platz finden.

Während an der Bahnhofstraße das Projekt Facharztzentrum Formen annimmt, herrscht südlich der Marktpassage augenscheinlich Stillstand. Vogelsang räumt ein, dass die Planungen an der Bahnhofstraße wesentlich weiter sind. Dennoch verfolge er parallel im Auftrag des Investors, der Rahlfs Immobilien GmbH aus Neustadt, auch das Vorhaben auf dem Kreft-Gelände weiter. „Entscheidend wird sein, wer als Erster das Rennen macht.“

Bürgermeister Oliver Theiß erklärt zwar: „Der Standort an der Bahnhofstraße ist aus meiner Sicht ebenso geeignet wie südlich der Marktpassage.“ Allerdings betrachte er das Vorhaben noch „mit der gebotenen Vorsicht. Bisher gibt es nur eine Projektskizze, konkrete Unterlagen fehlen bislang.“

Da es sich bei dem an der Bahnhofstraße aber um das einzige Projekt handele, „das dieses Stadium erreicht hat, sollten wir den Investoren ein positives Signal geben“, meinte Hegemann. Dies tat der Ausschuss mit der Empfehlung, den Bebauungsplan dem Konzept anzupassen. ber

factbox

Blick aufs Krankenhausareal

Bereits im Oktober hatte Bürgermeister Oliver Theiß erklärt, dass das Krankenhausareal als Standort für ein Facharztzentrum Priorität habe. Die zusätzliche Ansiedlung einer weiteren Einrichtung an der Bahnhofstraße oder südlich der Marktpassage sei jedoch begrüßenswert, zumal auf dem Krankenhausareal nicht mehr viel Erweiterungsspielraum für weitere Ärzte vorhanden sei.

Ute Hartmann-Höhnke erklärte im Fachausschuss, dass aus Sicht der SPD Stadthagen auch zwei Ärztezentren vertrage. Entscheidend sei, nach dem Abzug des Krankenhauses die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Bauamtsleiter Gerd Hegemann betonte, dass es sinnvoll sei, der Anziehungskraft durch das Gesamtklinikum in Vehlen „etwas Stärkeres“ entgegenzusetzen.

Währenddessen ist Walter Vogelsang von seinem Plan abgerückt, das Facharztzentrum mindestens zeitgleich mit dem Klinikum zu eröffnen. „Wenn es ein Quartal später passiert, ist das auch nicht schlimm.“ ber

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