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Stadt für Elektro-Radler attraktiver machen

Ladestation soll kommen Stadt für Elektro-Radler attraktiver machen

Während der Verkauf von Elektroautos nur mäßig vorankommt, satteln immer mehr Radler auf Elektrofahrräder, sogenannte E-Bikes und Pedelecs, um. Dem will auch die Stadt Stadthagen jetzt Rechnung tragen und eine Ladestation einrichten.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing soll am Mittwoch. 8. Februar, über das Vorhaben diskutiert werden. Rund 3500 Euro würde die Anschaffung und Installation einer solchen Ladestation kosten. Hinzu kommen die Stromkosten (pro Vollaufladung 10 bis 20 Cent) sowie eventuell anfallende Reparatur- und Wartungskosten für die Anlage. Wie hoch diese ausfallen, kann die Verwaltung zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen.

Etappenziel der "Kulturroute"

Die Projektidee ist in der August-Sitzung des Gremiums erstmals zur Sprache gekommen, da Elektrofahrräder auch im touristischen Bereich immer mehr genutzt würden. Auch Stadthagen betreibt gemeinsam mit touristischen Partnern seit einigen Jahren professionelles Tourismusmarketing. Im Bereich des Fahrradtourismus bietet der Schaumburger Land Tourismusmarketing Jahren Routen an, die auch Stadthagen kreuzen („Mühlenroute“, „Industriegeschichte“, „Parks & Gärten“). Seit Mitte 2015 ist Stadthagen Etappenziel der sogenannten „Kulturroute“. Diese wird mit anderen Tourismuspartnern unter dem Dach des „Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover“ vermarktet.

Neben dem Serviceaspekt hofft die Stadt auf Multiplikatoreffekte, wenn Nutzer die Ladedauer für einen Besuch in der Innenstadt nutzen. Der Absatz neuer Elektrofahrräder stieg nach Information des Zweirad-Industrie-Verbandes zwischen dem Jahr 2010 mit 200000 verkauften Fahrrädern auf 535000 im Jahr 2015.

Die Stadt hat ein Angebot für eine Akku-Schließfachanlage bei der Firma Ziegler Metallbearbeitung AG aus Hamburg eingeholt. Empfohlen wird eine Schließfachanlage, in der verschiedene Akku-Modelle an Schuko-Steckdosen aufgeladen werden können. Die abschließbaren Fächer bieten neben dem Platz für einen Akku auch Raum für die Unterbringung eines Fahrradhelms. Nutzer müssten bei der Ausgabe des Schlüssels – in Frage kämen die Touristinformation, der Info-Counter in der Martini-Kirche und das Foyer des Rathauses – einen Pfand hinterlegen.

Fahrradabstellbügel sehr gut angenommen

Die Verwaltung schlägt vor, zunächst drei Boxen zu installieren. Nach Rücksprache mit der Radwege AG soll die Ladestation an der  Rückseite des Verwaltungsgebäudes angebracht werden. Auch wenn diese nicht besonders zentral liege, würden die dort vor einiger Zeit montierten Fahrradabstellbügel sehr gut angenommen. „Fahrräder können hier überdacht untergestellt werden, zudem ist tagsüber durch die Nähe des Taxiparkplatzes eine soziale Kontrolle gegeben“, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Installation von Elektroanschlüssen könne über das Verwaltungsgebäude geschehen.

Stromkosten sollten, so zumindest der Vorschlag der Verwaltung, sollten nicht erhoben werden. Denn Schließsysteme, bei denen sich Bargeld in der Ladestation befindet, seien in der Anschaffung deutlich teurer, im laufenden Betrieb personalaufwendiger und zudem einer hohen Vandalismusgefahr ausgesetzt. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Foyer Ratssaal (3. OG rechts), Rathauspassage. col

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