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Stadt kommt mit Spielplatzplanung nicht voran

In Arbeit seit 2011 Stadt kommt mit Spielplatzplanung nicht voran

Wie soll es mit den Spielplätzen in der Kreisstadt weitergehen? Seit sechs Jahren beschäftigt das Thema die Verwaltung. Bislang hat sich aber nicht viel getan. Jetzt soll Barsinghausen als Vorbild dienen. Dort wurde das Konzept in nicht einmal zwei Jahren erarbeitet und wird seit 2013 umgesetzt.

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Einige Spielplätze werden genutzt, andere sind verwaist – das Konzept soll einen Überblick ermöglichen und die Planungsarbeit erleichtern. 

Quelle: rg

Stadthagen. Um zu entscheiden, wie es mit Stadthagens Spielplätzen weitergeht, will die Verwaltung sich Barsinghausen zum Vorbild nehmen (wir berichteten). Wünschenswert wäre das aus Sicht von Eltern und Kindern wohl vor allem mit Blick auf den Faktor Zeit: Denn während sich in Stadthagen seit 2011 kaum etwas bewegt hat, vergingen im Calenberger Land von der ersten Idee bis zur Umsetzung nicht einmal zwei Jahre.

Der Anlass für die Planung war hier wie dort ähnlich: Knappe Kassen, weniger Kinder werden geboren. Es stellt sich die Frage, welche Spielplätze in Zukunft überhaupt noch gebraucht werden, wo sich die Investition in Sanierungsarbeiten lohnt und wo ein Platz geschlossen werden kann.

Barsinghausen stand 2012 finanziell mit dem Rücken zur Wand. „Im März des Jahres haben wir unser Haushaltssicherungskonzept beschlossen“, erinnert sich Pressesprecher Andreas Schröter. Um zu sparen, sollten auch überzählige Spielplätze abgebaut werden.

Zuerst sollte ein Konzept her. Das hatte die Verwaltung im Dezember 2013 fertig, als es der Rat abgesegnet hat. Seitdem wird es umgesetzt, und einige Spielplätze wurden Schröter zufolge auch geschlossen. Thema sei nun bereits, wie die Flächen weiter genutzt werden können.

Projekt auf die zweite Jahreshälfte verschoben

In Stadthagen hat die SPD das Thema 2011 angeschoben. 2015 hakte sie nach. Im Sozialausschuss teilten Stadtjugendpfleger Ralf Cordes und die Leiterin des Fachbereiches Bürgerdienste, Iris Freimann, damals mit, die Prioritätenliste befinde sich in Arbeit.

Inzwischen sieht die Verwaltung den Ball doch wieder bei der Politik. „Wie und in welchem Umfang das Konzept erstellt werden soll, ist noch in der politischen Diskussion“, sagt die Stadthäger Verwaltungssprecherin Bettina Burger. Es würden „unterschiedliche Lösungsansätze diskutiert“. Zum Prozess gehöre auch der Blick nach Barsinghausen.

„Einvernehmlich“ hat der jüngste Sozialausschuss dafür gestimmt, die Spielleitplanung zugunsten anderer Projekte in die zweite Jahreshälfte zu schieben, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Heiko Tadge. Der Verwaltung fehlten derzeit die personellen Kapazitäten dafür.

Gesamtkonzept gefordert

„Wir hätten uns eine zeitnähere Umsetzung gewünscht“, erhebt SPD-Fraktionssprecher Jan-Philipp Beck klare Vorwürfe. Allerdings erinnert er daran, dass es im Fall Stadthagens nicht nur um Spielplätze gehen soll. Vielmehr stelle er sich unter einer Spielleitplanung ein Gesamtkonzept zum Angebot für Kinder und Jugendliche in der Stadt vor. Dazu gehöre zum Beispiel auch die Frage, was aus der ehemaligen Eisbahn wird.

Bis es so weit ist, soll es für die aktuelle Kinder-Generation zumindest keine Nachteile geben. Sprecherin Burger: „Die vorhandenen Spielplätze werden selbstverständlich in einem ordnungsgemäßen Zustand gehalten.“  jcp

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