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Stadt kooperiert bisher nicht mit der Siga

Möbel für Flüchtlingswohnungen Stadt kooperiert bisher nicht mit der Siga

Die Schaumburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit (Siga) verweist darauf, dass sie keine Möbel exklusiv für Flüchtlinge reserviert hat. „Es besteht bisher auch keine Kooperation mit der Stadt“, betont Vorsitzender Joachim Peters. Mit dem Landkreis gebe es dagegen eine seit zwei Jahren gut funktionierende Zusammenarbeit.

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Die Verwaltung hatte bei ihrer Pressekonferenz am 6. Oktober um Hilfe bei der Erstausstattung von Flüchtlingswohnungen gebeten. Unter anderem seien Möbelspenden gefragt, hieß es aus der Verwaltung. Als Kontakt war die Siga angegeben worden.

Peters hat es nach eigenen Angaben gewundert, dass die Siga von der Stadt als Annahmestelle für Möbelspenden im Bezug auf die Flüchtlingsunterbringung genannt worden sei. „Wir hatten diesbezüglich keinen Kontakt zur Verwaltung.“

Allerdings habe die Stadt bisher auch keine Anstalten gemacht, Möbel von der Siga zu beziehen, wie Fachbereichsleiterin Iris Freimann klarstellt. Nach Aussage von Bürgermeister Oliver Theiß kauft die Stadt die Möbel im neuwertigen Zustand, „um einen einheitlichen Standard zu gewährleisten“.

Freimann betont, dass die Stadt im Auftrag des Landkreises tätig werde. Daher erfolge eine enge Abstimmung mit der Kreisverwaltung, deren Verfahrensweise die Verwaltung übernehme.

Dabei sind die Kommunen laut Erstem Kreisrat Klaus Heimann aufgefordert, „höchstmögliche Flexibilität“ bei der Flüchtlingsunterbringung an den Tag zu legen. „Wir haben bewusst keine engen Vorgaben gemacht, sondern nur festgelegt, mit welchen Gegenständen die Wohnungen ausgestattet werden müssen. Wo und wie die Kommunen die Möbel besorgen, ist ihnen freigestellt.“

Der Landkreis arbeitet selbst bereits seit zwei Jahren erfolgreich mit der Siga zusammen, um Flüchtlingswohnungen kostengünstig auszustatten. Auch die Stadt habe Gelegenheit, auf diesem Wege öffentliches Geld zu sparen.

„Wir könnten ad hoc 30 Wohnungen ausstatten, ohne dass unsere anderen Kunden darunter leiden müssten“, so Peters, der betont: „Das Sortiment unseres Sozialkaufhauses soll auch weiterhin allen offen stehen, egal ob Sozialhilfeempfängern, Menschen mit geringer Rente, Eltern, die das Studentenzimmer ihrer Kinder einrichten wollen, oder eben Flüchtlingen.“ ber

Die Siga muss kostendeckend arbeiten

Die Siga finanziert sich nicht, wie im Artikel von gestern suggeriert, durch öffentliche Gelder. „Die Genossenschaftsanteile machen nur einen Bruchteil unseres Etats aus. Das ist eher ein Zeichen der Kommunen, dass sie unsere Arbeit gut finden und unterstützen“, erklärt Vorstand Joachim Peters. Kernaufgabe der Siga ist die Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt. Von den 30 fest angestellten und zwölf geringfügig beschäftigten Mitarbeitern sind satzungsgemäß mindestens 40 Prozent schwerbehindert. „Also Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt sonst keine Chance bekommen“, so Peters. Neben den Löhnen muss die Siga unter anderem Mieten für Lagerräume bezahlen. Um kostendeckend zu arbeiten, ist sie daher auf Verkaufserlöse angewiesen. „Allerdings bieten wir die Möbel zum Selbstkostenpreis an. Davon profitieren wiederum unsere Kunden.“ ber

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