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Stadt nimmt das Heft in die Hand

Zehntscheune Stadt nimmt das Heft in die Hand

Könnte das Streitthema Zehntscheune bald ein Ende haben? Ein neues Konzept sieht sieht einen„Freundeskreises Zehntscheune“ vor, indem sich kulturell interessierte Bürger engagieren können. Kommende Veranstaltungen sollen mit rund 5000 Euro aus der Stadtkasse finanziert werden

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Ein "Freundeskreis Zehntscheune" soll bei der Organisation kommender Veranstaltungen helfen.

Quelle: Archiv

Stadthagen. Die Zehntscheune ist seit Jahren ein regelrechtes Politikum. Vor einigen Jahren von der Stadt gekauft, stand sie seither immer wieder im Mittelpunkt von Kontroversen. So hatten sich heimische Künstler vom ehrenamtlichen Kurator der Zehntscheune, bestellt von der Stadt, übergangen gefühlt. Dieser hatten vorwiegend überregionale Aussteller eingeladen. Nun wollen die Entscheidungsträger bei der Stadt das Heft in die Hand nehmen.

In seltener Geschlossenheit stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Sport und Kultur, der am Dienstag erstmals unter Vorsitz von Thomas Pawlik (SPD) tagte, der vorliegenden Beschlussempfehlung zur Nutzung der Zehntscheune zu. Erarbeitet wurde das Nutzungskonzept vom Kulturforum, in dem sich mehrere kulturschaffende Vereine der Stadt zusammengefunden haben.

Freundeskreis unterbreitet Vorschläge

Das Konzept, abgestimmt mit der Verwaltung, sieht einen„Freundeskreises Zehntscheune“ vor, indem sich kulturell interessierte Bürger engagieren können. Der Freundeskreis unterbreitet der Stadt Nutzungsvorschläge und kümmert sich unter anderem um die Organisation von Veranstaltungen in der Zehntscheune. Im kommenden Jahr sollen Veranstaltungen in der Zehntscheune mit 5000 Euro aus der Stadtkasse finanziert werden, um dort weiterhin hochwertige Angebote für Interessierte zu präsentieren.

Zufrieden blickte Iris Freimann, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste, auf das laufende Jahr: „Wir konnten bislang 2608 Besucher bei den Ausstellungen begrüßen. Die Gästezahl hat sich erhöht. Das beweist, dass Bedarf für kulturelles Angebot gegeben ist.“ Die Zehntscheune habe sich in den vergangenen Jahren zu einem außergewöhnlichen Kulturstandort entwickelt, der als Ergänzung zu bereits bestehenden kulturellen Angeboten fungiere.

Finanzielle Hilfe muss noch abgesegnet werden

Für das kommende Jahr seien erneut drei bis vier Ausstellungen geplant, so Freimann, die ergänzt: „Das zur Verfügung stehende Geld muss aber nicht vollständig ausgegeben werden.“ Die Stadt als Besitzerin der Zehntscheune sorgt für den Unterhalt des Gebäudes sowie die laufenden Betriebskosten. Mit der finanziellen Hilfe, die vom Stadtrat noch abgesegnet werden muss, sollen auch Werbemaßnahmen ermöglicht werden. Der Fachbereich Bürgerdienste wird einen Mitarbeiter benennen, der als Ansprechpartner für Annahme von Nutzungswünschen zuständig ist.

Der Fachbereich Bürgerdienste sowie der Fachbereich Planen und Bauen beabsichtigen, Finanzierungsmodelle für eine mittel- und langfristige Nutzung der Scheune zu entwerfen. Im Herbst 2017 findet eine Evaluation für die vergangene Saison statt. Der Stadtrat entscheidet dann über weiteres Vorgehen. Das Kulturforum ist bereit, an der Bewertung mitzuwirken. ano

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