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Stadt plant Leuchtturm-Event

Wilhelm-Busch-Tage Stadt plant Leuchtturm-Event

Der Veranstaltungskalender der Stadt steht auf dem Prüfstand. Im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing hat Wirtschaftsförderer Lars Masurek für die Ausrichtung von Wilhelm-Busch-Tagen geworben. Für die Finanzierung des „Leuchtturm-Events“ könnten drei andere Veranstaltungen geopfert werden.

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Stadthagen (ber). Auf insgesamt 76 000 Euro beziffert Masurek die Kosten für die Wilhelm-Busch-Tage, die am 3. und 4. September 2016 als Bestandteil des Entdeckertages der Region Hannover vor allem Gäste von außerhalb nach Stadthagen locken sollen.
Aus Sicht der Opposition spricht nichts gegen eine neue Veranstaltung, die im Gegensatz zu den Tagen der Weserrenaissance „auch die breite Masse anspricht“, wie der Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins (SMS), Günter Raabe betonte. „Wir könnten dadurch eine neue Zielgruppe, vor allem junge Familien, erreichen“, meinte auch Detlef Schröter (CDU).
Die rot-grüne Mehrheitsgruppe sperrt sich allerdings dagegen, den städtischen Veranstaltungsetat weiter aufzublähen. Auch Masureks Vorschlag, die Tage der Weserrenaissance im kommenden Jahr ausfallen zu lassen und dadurch 31 000 Euro zu sparen, stößt bei SPD und Grünen auf Skepsis. Schließlich vermarkte sich Stadthagen unter dem Titel „Stadt der Weserrenaissance“. Masurek und die Opposition sehen darin kein Problem, zumal die Veranstaltungen im jährlichen Wechsel stattfinden könnten.
Weiteres Einsparpotenzial sieht Masurek darin, das Programm des Apfelmarktes so weit zu reduzieren, dass er kostenneutral wäre. Gemeinsam mit Raabe habe er bereits Gespräche mit Dieter Kellermeier geführt. Der Vorsitzende des Gartenbauvereins sei grundsätzlich offen dafür. So könnte eine Standgebühr für die Aussteller erhoben und das Bühnenprogramm eingeschränkt werden. In diesem Jahr hat die Stadt 5500 Euro für den Apfelmarkt bezahlt.
Nach Angaben von Raabe diskutiert der SMS zudem darüber, das Lichterfest zu streichen. „Wir sind mit 2000 Besuchern gestartet. In diesem Jahr waren nicht mal 900 Besucher da“, berichtete Raabe. „Das liegt daran, dass es im August ähnliche Events wie Steinhuder Meer in Flammen oder das Parkfestival in Bad Nenndorf gibt, die kostenfrei sind.“ Wie viel Geld dadurch für die Wilhelm-Busch-Tage frei würde, steht in den Sternen. Die Stadt zahlt dem SMS einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 45 000 Euro, der aber nicht zweckgebunden sei, so Masurek.
Ein klares Signal der Politik an potenzielle Sponsoren für die Wilhelm-Busch-Tage, wie von Masurek erhofft, blieb angesichts der offenen Fragen aus. „Wir sind grundsätzlich offen für Veränderungen im Veranstaltungskalender. Aber 76 000 Euro an Haushaltsmittel zu binden, erscheint uns viel zu hoch. Die Summe sollte auf 31 000 Euro gedeckelt werden“, forderte Beck.
Mit dieser Lösung konnten sich auch CDU und WIR anfreunden. Die Verwaltung soll nun prüfen, wie der städtische Veranstaltungskalender weiterentwickelt werden kann, auch mit Blick auf die Einführung von Wilhelm-Busch-Tagen.

Festival im Zeichen von Wilhelm Busch

Das Konzept der Stadt für die Wilhelm-Busch-Tage sieht am ersten Veranstaltungstag eine Revue im Schloss-Innenhof vor, bei der sieben Streiche von Kleinkünstlern und Musikern dargeboten werden sollen. Am zweiten Tag ist ein „Festival der Zeichner und Maler“ angedacht. „Straßenmaler verwandeln den Marktplatz in eine 3D-Gemälde-Galerie. Regionale Künstler sind im Umfeld des Schlossquartiers bei ihrer Arbeit zu beobachten“, heißt es in dem Entwurf. Zwischen Marktplatz und Schlossquartier sind Improvisationstheater und Walkacts geplant. Ein Shuttle-Service soll Besuchern die Möglichkeit geben, in Wiedenzahl weitere Aktionen im Umfeld der Busch-Stätten zu erleben.

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Die Vorbereitung der von der Stadt für Anfang September geplanten ersten Wilhelm-Busch-Tage ist zwischenzeitlich offenbar ins Stottern geraten. „Wir hatten gehofft, leichter an Geld dafür heranzukommen“, räumt der städtische Wirtschaftsförderer Lars Masurek ein. Bürgermeister Oliver Theiß allerdings sieht die Lage entspannter.

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