Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Stadt prüft Spielplatzkonzept

Angebote für die Kleinsten Stadt prüft Spielplatzkonzept

Die Spielplätze der Kreisstadt bleiben ein viel diskutiertes Thema.

Voriger Artikel
Tafel verzeichnet deutlichen Anstieg in diesem Jahr
Nächster Artikel
Gasflasche in Brand geraten
Quelle: Symbolfoto dpa

STADTHAGEN. Von mehreren Seiten war in der jüngeren Vergangenheit auf ein unzureichendes Angebot für Kinder im Alter von null bis sechs Jahren verwiesen worden. Der Wunsch, bei jener Problematik Veränderungen zum Positiven vorzunehmen, ist in der politischen Landschaft Stadthagens allgegenwärtig, offen gestaltet sich indes die Umsetzung.

Die Stadt verfügt momentan über etwa 40 Spielplätze, welche mit einer Vielzahl an Betätigungsmöglichkeiten für den Nachwuchs versehen sind. Bei den Allerjüngsten scheint aber doch Nachholbedarf gegeben. Oliver Theiß, Bürgermeister von Stadthagen, informiert: „Wir haben aktuell kein Areal, das eigens für Unter-Sechsjährige aufgebaut ist, bei dem die Auswahl der Spielmöglichkeiten auf ihre Bedürfnisse abgestimmt wurde.“ Geräte, die für jene Altersgruppe passen, seien neben den zumeist vorhandenen Sandkästen Federtiere, auf denen die Kleinen wippen, so das Stadtoberhaupt. Um die Schwierigkeiten besser in den Griff zu bekommen, soll in Zukunft noch konkreter abgewogen werden, welche Investitionen sinnvoll sind. Theiß meint: „Beim Austausch von Geräten, die altersbedingt nicht weiter genutzt werden können, muss der Fokus darin liegen, welche Kinder dort spielen.“ Dazu soll die Situation in der Umgebung genau beleuchtet und Anwohner in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Im Rathaus machen sich die Verantwortlichen intensiv Gedanken, wie sich jener Problematik begegnen lässt. Dies geschieht auch anderenorts, wobei vielfach Vorsicht herrscht.

Am weitesten vorangeschritten sind die Vorstellungen bei den Sozialdemokraten. Vorsitzender Jan-Philipp Beck findet die erwähnte Kritik berechtigt: „Ich teile die Meinung, dass es im Kleinkindbereich zu wenig Angebote gibt, die Lage etwas schwierig ist. Daher haben wir ein Spielplatzkonzept entworfen, um diese zu verbessern.“

Die Planungen von SPD und Grünen bestehen aus drei Einzelpunkten. Der erste sieht die Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen in die Konzeption und die anschließende Umsetzung der Spielplatzprojekte vor. Im zweiten Schritt geht es um die Pflege der Areale unter Berücksichtigung der Strukturen ihres jeweiligen Wohnumfelds. Der dritte Aspekt anlässlich dieses Drei-Punkte-Planes sieht eine Wiederverwendung derzeit brachliegender Gelände wie der Eisbahn hinter dem Tropicana vor. Beck zeigt auf: „Es geht uns um eine konzeptionelle Weiterentwicklung für Stadthagen. Deswegen haben wir das Ganze auf seinen Weg gebracht, hoffen auf eine gute Annahme bei einer der anstehenden Ausschusssitzungen.“

Zu jenem von SPD und Grünen getragenen Konzept sagt Oliver Theiß: „Diese Ideen liegen der Verwaltung vor, werden gerade geprüft. Zu diesem Thema, das seit geraumer Zeit im Gespräch ist, wird bei einer der nächsten Ausschusssitzungen jemand aus der Stadt Barsinghausen kommen, von dortigen Erfahrungen berichten.“ Die sich in der Region Hannover befindende Stadt hatte vor einiger Zeit ein ähnliches Konzept mit Blick auf die örtlichen Spielplätze ins Leben gerufen. Theiß erläutert: „Wir befinden uns in der Findungsphase, benötigen Informationen, wollen Einschätzungen erhalten, Kosten ermitteln. Danach können wir uns darüber austauschen.“

Andere Parteien in Stadthagen gehen diese Sache unvoreingenommen an. So meint Heiko Tadge, Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten: „Wir möchten dieses Konzept eigentlich erst dann bewerten, wenn es vorliegt. Alles andere halte ich derzeit für unseriös.“

Deutlicher wird Richard Wilmers, der Sprecher der Gruppe WIR / FDP, der Verständnis für aufkommende Kritik zeigt: „Wenn bemängelt wird, es gebe für kleine Kinder nicht ausreichende Spielmöglichkeiten, müssen wir uns damit beschäftigen, prüfen, was erforderlich ist. Wir haben derzeit die Situation, dass die Eltern mit ihren Kindern in umliegende Städte fahren, um die dortigen Spielplätze zu besuchen. Dies kann eigentlich nicht sein.“ Kritisch sieht er die Lage im Zentrum: „In unserem Schlossgarten haben wir die Problematik, dass es dort keine Spielgeräte gibt. Da stellt sich schon die Frage, wozu dieser überhaupt da ist.“  ano

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg