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Stadt schiebt Schuld auf Fremdfirma

Pflanzenwüste Stadthagen Stadt schiebt Schuld auf Fremdfirma

Nachdem Dieter Kellermeier, Vorsitzender des Gartenbauvereins Stadthagen, die teilweise schlechten Zustände der Grünflächen in Stadthagen bemängelt hat, äußert sich nun auch die Stadtverwaltung zum Vorwurf der mangelnden Pflege. Die Schuld liegt demnach bei einer Fremdfirma.

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Dieter Kellermeier

Quelle: Archiv

Stadthagen. „Die Flächen am Kreisel Schlossgarten sind mit weißem und blauem Lavendel bepflanzt worden“. erklärt Marco Cordes vom Fachbereich Zentrale Dienste der Stadt. „Lavendel ist als Dauerbepflanzung geeignet und muss nicht jährlich ersetzt werden.“ Um die Beete vor dem Setzen der Pflanzen in einer Stärke von fünf Zentimeter mit Rindenmulch abzudecken, so wie es Kellermeier vorgeschlagen hatte, hätte der vorhandene Boden in dieser Tiefe abgetragen und Boden ausgetauscht werden müssen, um nicht über das umgebende Pflasterniveau zu kommen. Da es sich dabei um eine aufwendige Maßnahme handle, habe die Stadt davon Abstand genommen.

Stattdessen sei eine Firma mit der regelmäßigen Pflege der Beete beauftragt worden. „Leider hat die beauftragte Firma die Pflege nicht ordnungsgemäß durchgeführt“, bedauert Cordes. Dadurch wurde der weiße Lavendel geschädigt. „Die Firma wird im September den Schaden ersetzen.“ Vor dem September seien keine weißblühenden Lavendelpflanzen erhältlich, da erst ab dem genannten Monat Pflanzzeit sei.

Was die zugewucherte Fläche am Jägerhof betrifft müssen Arbeitsschwerpunkte gesetzt werden, so Cordes. „Wassergebundene Decken und gepflasterte Flächen – zu denen der Platz am Jägerhof zählt – sind pflegeintensiv.“ Vorrang habe aber immer die Sicherstellung der Verkehrssicherheit.

In der Vergangenheit habe die Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Rahmen des Pflanzenschutzes jährlich vier Pflegegänge mit Glyphosat genehmigt. „Heute sind nur noch zwei Pflegegänge mit weniger wirksamen Mitteln zur Wildkrautbeseitigung zulässig.“ Darüber hinaus sei nur noch eine mechanische sowie thermische Wildkrautbeseitigung zulässig. „Die Stadt wird in Kürze auch Infrarotgeräte zur Entfernung des Wildkrautes einsetzen. Entsprechende Geräte sind bereits bestellt.“

Die Ratschläge von Kellermeier nehme die Stadt auch weiterhin gerne an. „Wir sind für Anregungen immer offen und dankbar“, so Cordes. „Allerdings muss abgewägt werden, was sich davon dann umsetzen lässt.“ vr

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