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Stadt soll mehr für Gewerbeansiedlung tun

Stadthagen Stadt soll mehr für Gewerbeansiedlung tun

Wie ist Stadthagen hinsichtlich der Ansiedlung von Industrie und Gewerbe aufgestellt und was tut die Verwaltung, um Investoren zu locken? Die rot-grüne Ratsgruppe hatte in einem Antrag Antworten auf diese Fragen gefordert.

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Kaum noch Platz: Am Helweg stehen kaum noch Flächen für Gewerbeansiedlung zur Verfügung.

Quelle: rg

Stadthagen. Außerdem wollten die Politiker mit der Stadt diskutieren, welche Flächen auf dem Stadtgebiet für welche Unternehmen infrage kommen. Sie wollen Ärger wie den um das Asphaltmischwerk künftig verhindern.
Bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing haben Wirtschaftsförderer Lars Masurek und Bauamtsleiter Gerd Hegemann einen Sachstandsbericht zur Industrie- und Gewerbeansiedlung gegeben und die baurechtlichen Rahmenbedingungen erläutert.
Ratsherr Thomas Pawlik (SPD) brachte den Antrag seiner Ratsgruppe noch einmal auf den Punkt: „Was tut die Stadt für die Gewerbeansiedlung?“ Er „vermisse ein bisschen Bewegung“. Es müsse aktiver geworben werden. Wie auch Lothar Biege (FDP) plädierte Pawlik dafür, die Vorzüge der Kreisstadt deutlicher herauszustellen. Biege: „Stadthagen ist zum Beispiel ein guter Schulstandort.“
SPD-Fraktionschef Jan-Philipp Beck forderte vor dem Hintergrund der Proteste gegen das Asphaltmischwerk die Politik auf, bei Ansiedlung von Gewerbe die Bürger schneller und besser zu informieren, als dies in der Vergangenheit geschehen sei. Das sei jedoch nicht immer möglich, wie Hegemann erklärte: „Ausführliche Bürgerinformation und Planung scheitert oft an dem Zeitfaktor.“ Das Problem sei, dass auch Investoren es häufig sehr eilig hätten. Aber ohne Bauleitplanung sei eine Ansiedlung nicht möglich und das koste eben Zeit.
Eine weitere Schwierigkeit sei die Diskrepanz zwischen den rechtlichen Rahmenbedingungen und dem Bürgerwillen. Hinsichtlich Emissionsauflagen und Naturschutzaspekten müsse sich Stadthagen an bundesweite gesetzliche Standards halten: „Kommunen können keine eigenen Gesetze machen und strengere Regeln einführen“, betonte der Bauamtsleiter. Im Hinblick auf die Kritik an den Emissionswerten des Asphaltmischwerkes fügte Hegemann hinzu: „Auch nachträglich können bestehende Vorgaben nicht verschärft werden.“
Grundsätzlich gelte es, die Wünsche potenzieller Investoren mit dem Standort abzustimmen. „Wenn sich jemand interessiert, rollen wir ihm sozusagen den roten Teppich aus“, stellte Masurek klar. „Wir arbeiten mit Rabatten, um Transparenz zu schaffen. Der, der mehr kauft und Arbeitsplätze schafft, bekommt die Fläche günstiger.“
In manchen Fällen sei es hingegen von Vorteil, abzuwarten, weil nur bestimmte Voraussetzungen zu bestimmten Unternehmensanforderungen passen, erklärte der Wirtschaftsförderer. Ein wichtiger Faktor für die Ansiedlung von Unternehmen sei schnelles Internet – ein Problem, das den gesamten Landkreis betreffe. Derzeit sind laut Masurek Am Helweg „so gut wie keine Flächen mehr frei“. An der Dülwaldstraße sowie an der Industriestraße stünden hingegen noch mehrere Hektar zur Verfügung. Handwerksbetriebe und Unternehmen aus der Region würden beispielsweise zwar keine großen Flächen suchen, für sie sei Stadthagen aber als Kreisstadt attraktiv. tbh

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