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Stadt stellt auf „papierlosen Rat“ um

Tablets Stadt stellt auf „papierlosen Rat“ um

Stapel von Papier auf den Tischen der Ratsmitglieder werden schon bald der Vergangenheit angehören. Denn die Stadtverwaltung ist dabei, auf den „papierlosen Rat“ umzustellen.

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Künftig sollen Politiker sich den Haushalt nur noch digital zu Gemüte führen.

Quelle: rg

STADTHAGEN. Die Arbeitsinstrumente der Ratsmitglieder werden nach Auskunft der städtischen Pressesprecherin Bettina Burger ab kommenden Frühjahr ausschließlich Tablet-Computer sein.

 Die Neuerung geht auf eine entsprechende Initiative der rot-grünen Ratsgruppe noch aus der vergangenen Wahlperiode zurück. Dieser hatte der Rat einmütig zugestimmt. Zur Begründung hatte es geheißen, der digitale Versand der Sitzungsunterlagen biete finanzielles Einsparpotenzial, denn derzeit würde pro Wahlperiode „tonnenweise Papier bedruckt“, was „enorme Kosten“ verursache. Zudem werde die Umwelt geschont, da weniger Ressourcen verbraucht würden. Ein weiterer Vorteil für die Ratsmitglieder sei die Möglichkeit, „jederzeit einfach und schnell auf alle erforderlichen Unterlagen zugreifen zu können“.

29 i-Pads angeschafft

 Wie Burger berichtet, sind kürzlich für 29 der 35 Ratsmitglieder i-Pads angeschafft worden. Der Rest hatte bekundet, private Tablets für die Ratsarbeit nutzen zu wollen. Mitte Dezember habe es eine „Grundlagenschulung“ für diejenigen Ratsmitglieder gegeben, „die bisher gar keine oder nur sehr wenige Erfahrungen mit dem Umgang mit i-Pads haben“. Uneingeschränkt alle Betroffenen seien bereit, die Neuerung zu nutzen, betont Burger: „Es war nie ein Thema, dass sich jemand dagegen wehren würde.“ Im kommenden März werde es eine weitere Schulung für alle Ratsmitglieder geben, in der diese in die spezielle App für das interne Ratsinformationssystem eingearbeitet werden. Anschließend solle der „papierlose Rat“ starten, wie Burger ankündigt.

 Digital versendet werden dann sämtliche für die Gremiensitzungen notwendigen Unterlagen wie Vorlagen, Protokoll und Einladungen. Auch für die Kommunikation der Ratsmitglieder untereinander sei die App geeignet, fügt Burger hinzu.

 Nach Angaben der Pressesprecherin hat die Anschaffung der 29 Tablets rund 15 000 Euro gekostet. Kostenmäßig zu Buche schlagen weiterhin die Wartung sowie der WLAN-Anschluss für die Sitzungsräume im Rathaus.

 Derzeit verursachen die Produktion und der Versand der Sitzungsunterlagen in Papierform pro Jahr Kosten von 8500 Euro, wie Burger vorrechnet. Die Kosten für den Betrieb und die Abschreibung der Tablets gegengerechnet, ergibt sich durch den „papierlosen Rat“ eine Einsparung von etwa 4000 Euro jährlich, so Burger. Die Geräte werden sich nach derzeitiger Kalkulation also nach vier Jahren amortisiert haben. ssr

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