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Stadt verliert Kontakt zur Trinkerszene

Neuer Treffpunkt in Stadthagen Stadt verliert Kontakt zur Trinkerszene

Der Kontakt zwischen Trinkerszene und der Stadt befindet sich noch im Winterschlaf. Bislang sei niemand an die Verwaltung herangetreten, um über die Verlegung des Treffpunkts an die Herminenstraße zu sprechen. Wie berichtet, treffen sich seit einigen Jahren Stadthäger, um in der Innenstadt zu trinken.

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Quelle: Archiv

Stadthagen. Da es immer wieder  Beschwerden von Anwohnern und Besuchern der Stadt gehagelt hatte, regten im vergangenen Jahr Mitglieder der Szene eine Verlegung an die  Herminenstraße an. Nach Gesprächen mit der Stadt hatte diese das Aufstellen eines Zeltes zugesagt. Bürgermeister Oliver Theiß hält eine Verlegung an den Stadtrand durchaus für sinnvoll. Zu einer weiteren Planung oder Umsetzung sei es jedoch noch nicht gekommen, berichtet Iris Freimann, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste, auf SN-Anfrage.

Das liege jedoch nicht daran, dass die Stadt nicht mehr an einer Umsetzung interessiert sei, betont Freimann. „Wir sind für weitere Planungen absolut offen und der Prozess ist noch im Gang.“ Es sei jedoch sehr schwierig, den Kontakt zur Szene herzustellen. „Es wäre der völlig falsche Weg, jetzt ohne die betroffenen Menschen, etwas umzusetzen.“ Die Gefahr sei zu groß, dass der Wunsch gar nicht mehr existiere und der Platz letztendlich nicht angenommen werde. Auch für die SN waren die beiden Sprecher der Trinkerszene nicht erreichbar.

Platz muss hergerichtet werden

Laut Stadtverwaltung sei zunächst geplant, den Platz östlich des Gebäudes an der Herminenstraße 58 anlässlich einer Aufräumaktion herzurichten. Dazu gehöre beispielsweise das Entfernen des Wildwuchses und des herumliegenden Mülls. Diese Aktion solle unter „Beteiligung der maßgeblichen Akteure der sogenannten Trinkerszene“ stattfinden. Es könne begonnen werden, sobald die Wetterlage dies zulasse. Ein Termin hierfür könne jedoch erst gefunden werden, wenn die Menschen, die den Platz nutzen möchten, erneut den Kontakt zur Stadt suchen. „Wir wollen nichts über die Köpfe der Menschen entscheiden, sondern gemeinsam mit ihnen“, so Freimann.  jemi

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