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Stadt warnt vor dubiosen Schreiben und Anrufen

Verlag will heimische Firmen abzocken Stadt warnt vor dubiosen Schreiben und Anrufen

Die Stadtverwaltung warnt aktuell vor dem Verlag VGA Media. Deren Mitarbeiter gaukeln Kooperationen mit der Verwaltung vor.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Die Stadtverwaltung warnt vor dem Verlag VGA Media. Mitarbeiter werben laut einer Pressemitteilung derzeit bei heimischen Betrieben dafür, Anzeigen in einem sogenannten Branchenbuch zu schalten. Bei telefonischer Nachfrage berufe sich das Unternehmen ausdrücklich auf die Zusammenarbeit mit der Stadt. Das stimmt nicht, heißt es vonseiten der Verwaltung.

Mitarbeiter vermuten hinter der vermeintlichen Anzeigenwerbung eine betrügerische Absicht. Unter www.verbaucherschutz.de wird mit Datum vom 13. März auf genau diese Masche hingewiesen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Ein Stadthäger Unternehmen hatte die Stadtverwaltung jüngst darauf aufmerksam ge-macht, dass man zunächst ein Faxformular des Verlages VGA Media erhalten habe, in dem der Anzeigeneintrag des Unternehmens aus einer Broschüre, die Anfang 2014 tatsächlich erstellt worden war, als Vorlage und zur Freigabe per Unterschrift abgedruckt war.

Mit der Unterschrift sollten in dem Fall 712 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer fällig werden. In der Folge war der Betrieb wiederholt von einer Mitarbeiterin des Verlages angerufen worden. Diese habe bei dem Branchenbuch auf ein Kooperationsprojekt mit der Stadt Stadthagen verwiesen und zeitlichen Druck für die Freigabe der Anzeige per Unterschrift aufgebaut.

„Dass dubiose Verlage, die – wie auch in diesem Fall – meist im Ausland sitzen, immer wieder versuchen, unsere Betriebe mit vermeintlichen Branchenbucheinträgen abzuzocken, ist nichts Neues“, sagt Wirtschaftsförderer Lars Masurek. Er stützt sich dabei auf eine ganze Reihe entsprechender Rückfragen heimischer Unternehmen bei ihm. Zuletzt habe es in der hektischen Vorweihnachtszeit eine Häufung gegeben.

„Dass allerdings zusätzliche Telefonakquise betrieben und ausdrücklich auf die Zusammenarbeit mit der Stadt verwiesen wird, hat eine ganz neue betrügerische Qualität.“ Deshalb habe man auch die Polizei eingeschaltet.

Bislang sind Standortbroschüren, Stadtpläne und vieles mehr in der Vergangenheit bereits gemeinsam mit verschiedenen Verlagen auf den Markt gebracht worden. Woran erkennen dann Firmen, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt? Für die Anzeigenakquisition der von der Stadt unterstützten Veröffentlichungen werden in der Regel Gesprächstermine bei den Unternehmen vor Ort vereinbart, klärt Masurek auf.

Mediaberater heimischer Verlage sind den Betrieben zudem durch langjährige Zusammenarbeit oft persönlich bekannt. Handelt es sich um ein städtisches Produkt, das durch einen nicht heimischen Verlag erstellt wird, kann der Mediaberater ein Referenzschreiben der Stadtverwaltung vorlegen. Dubiose Angebote werden zudem meist schon durch eine Suchmaschinenabfrage im Internet gefunden.

„Im Zweifel gilt es, lieber sehr vorsichtig zu sein und mit der Stadtverwaltung, der Polizei oder auch dem Stadtmarketingverein kurz Rücksprache zu halten“, rät Masurek. Schnell kämen durch eine leichtfertige Unterschrift über 1000 Euro für eine Anzeige zusammen, die keinerlei Relevanz habe oder in keiner Weise den eigenen Vorstellungen entspreche.

In der Folge juristisch dagegen vorzugehen, sei meist sehr schwierig, weiß Masurek von betroffenen Betrieben.  vin

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