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Stadt will Gütergleise besser anschließen

Stadthagen Stadt will Gütergleise besser anschließen

Die Kreisstadt will sich, was Bahnanbindungen für Güterzüge in Gewerbegebieten angeht, noch besser aufstellen. „Hierdurch könnten wir die Auswirkungen unserer eher ungünstigen Straßenanbindung ein wenig ausgleichen“, sagte Bauamtsleiter Gerd Hegemann im Gespräch mit dieser Zeitung.

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Quelle: rg

Stadthagen (ssr). Dieser Ansatz zeigt sich zum Beispiel in einer Passage im derzeit öffentlich ausliegenden Entwurf des neuen Flächennutzungsplans. In diesem soll das zehn Hektar große Areal südlich des TÜV an der Lauenhäger Straße neu als Gewerbefläche dargestellt werden.

Konkreter Hintergrund dafür war nach den Worten von Hegemann der Wunsch eines Unternehmens im vergangenen Frühjahr, sich im bereits ausgewiesenen Gewerebeareal nördlich der Industriestraße anzusiedeln. Diese Firma hätte dort aber einen Bahnanschluss benötigt.

Dabei habe man festgestellt, dass sich die Gleise südlich der Industriestraße nicht sinnvoll in den Norden verlängern lassen, jedenfalls nicht für Güterzüge mit einer zeitgemäßen Länge. An die Gleise im Süden sind etliche Firmen angebunden. Die kurzen Verkehrsstränge seien dadurch schon so ausgelastet, dass ein weiterer Verkehr dort nicht möglich wäre. So seien etwa die Abschnitte zwischen den Weichen zu kurz, um ein Rangieren zu ermöglichen, erläuterte Hegemann

Daraufhin seien die Experten des Bauamtes auf die Fläche südlich des TÜV gestoßen. Hier existiert ein Gleisanschluss in Richtung des früheren Schachtes Lüdersfeld. Dieses Gleis sei in einem überschaubaren Maße sanierungsbedürftig und bahnrechtlich nutzbar. „Eigentlich muss man da nur eine Weiche einbauen und dann hätte man ein dortiges Gewerbeareal angeschlossen“, so der Bauamtsleiter.

Für das ansiedlungswillige Unternehmen sei mittlerweile aber ein alternativer Standort in Stadthagen gefunden, fügte Hegemann hinzu, die aussichtsreichen Verhandlungen seien aber noch nicht vollends abgeschlossen.

Zum strategischen Ansatz der Stadt, das Auge noch stärker als bisher auf eine Optimierung der Bahnanbindungen für Güterzüge werfen, führte Hegemann weiter aus, dass angesichts eines sich ändernden ökologischen Bewusstseins „Ansätze eines leichten Trends weg von der Straße zur Schiene zu beobachten sind“.

Das könnte Stadthagen aufgrund seiner eher ungünstigen Anbindung an wichtige Straßen zupasse kommen, da die Anbindung an das Gleisnetz vergleichsweise gut sei. „Wenn wir da an Optimierungen arbeiten, könnte das ein Beitrag zur Verbesserung unserer Standortfaktoren sein“, schloss der Städtplaner.

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