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Stadt will Integrationsbeauftragen

Migranten in Stadthagen Stadt will Integrationsbeauftragen

24,2 Prozent der rund 22.800 Stadthäger haben einen ausländischen Pass oder die doppelte Staatsbürgerschaft. Weil die Verwaltung „Integration als Zukunftsaufgabe“ versteht, soll in der nächsten Ratssitzung über die Einstellung eines Integrationsbeauftragten entschieden werden.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Stadthagen. Denn trotz aktuell abnehmender Einwanderungszahlen rechnet die Stadt mit weiterem Zuzug von Menschen mit einem Migrationshintergrund, die dauerhaft in Deutschland bleiben und langfristig auch ihre Angehörigen nachholen. Wie viele Menschen, deren Wurzeln in einem anderen Land liegen, derzeit in der Kreisstadt leben, liegt der Verwaltung nicht vor. Allerdings ist der Anteil der jungen Menschen unter 18 Jahren, die eine ausländische oder die doppelte Staatsbürgerschaft haben, mit 36,5 Prozent hoch – und entspricht dem bundesweiten Durchschnitt.

Traditionell hat Stadthagen einen hohen Ausländeranteil, was laut Verwaltung „zugleich Bereicherung und Chance, als auch Herausforderung“ ist. Damit verschiedenen Kulturen konfliktfrei zusammenleben können, sei die „Integration dieser Menschen in unsere Gesellschaft und ihre gleichberechtigte Teilhabe in den unterschiedlichen Lebensbereichen“ Voraussetzung.

Migration und Integration bisher getrennt bearbeitet

Zurzeit werden die Bereiche Migration und Integration von verschiedenen Bereichen nur stellenweise berührt und unabhängig voneinander bearbeitet: von der Gleichstellungsbeauftragten (Ausrichtung des Internationalen Frauenfrühstücks, Kontakt zu den Frauen(gruppen) der hiesigen Kulturgemeinschaften, Beratung in gleichstellungsrelevanten Angelegenheiten), der Fachkraft für Soziales (Begleitung des Integrationsbeirates), der Stadtjugendpflege (Offener Abendsport, Jugend-Sport-Kulturfest in Kooperation mit der Ditib Stadthagen), den Kindertageseinrichtungen (Sprachförderung, Elternarbeit) oder in Kooperation mit dem Familienzentrum (Begleitung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe). Die örtlichen Akteure der Flüchtlings- und Integrationsarbeit führen ihre Aufgaben bisher in Eigenregie durch – zum Großteil auf ehrenamtlicher Basis geleistet, ohne dass es dafür ein nachhaltiges Integrationskonzept gibt.

35.000 Euro sollen jährlich zur Verfügung gestellt werden

Das soll sich mit der Einstellung einer Fachkraft, die den Prozess begleitet, ändern. Befristet auf zwei Jahre will die Stadt – der Zustimmung der einzelnen Gremien vorausgesetzt – für 20 Stunden in der Woche einen Integrationsbeauftragten einstellen. Dafür sollen 35000 Euro jährlich zur Verfügung gestellt werden. Eine finanzielle Förderung seitens des Landes gibt es nicht.

Nach der Beschlussvorlage soll neben der Koordinierung der Migrations- und Integrationsarbeit sowie der Wahrnehmung der Funktion als Ansprechpartner in integrationsrelevanten Angelegenheiten, ein wesentlicher Schwerpunkt in der Entwicklung eines Integrationskonzepts im Dialog mit der Politik und Öffentlichkeit liegen. Zudem soll der Dialog zwischen „alteingesessenen“ und neu hinzugekommenen Einwanderern unterstützt werden.

Erstmals wird das Thema „Einstellung eines Integrationsbeauftragten“ morgen im Sozialausschuss beraten. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Foyer Ratssaal, (drittes OG. rechts), Rathauspassage. Nach der Debatte im Verwaltungsausschuss am 1. Februar soll der Rat am 27. Februar entscheiden. col

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