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Stadt will schnelles Internet für Betriebe

Breitband-Versorgung Stadt will schnelles Internet für Betriebe

Die Stadthäger Stadtverwaltung hat Verhandlungen mit DSL-Netzbetreibern aufgenommen. Das Ziel: Es soll eine leistungsstärkere Breitband-Versorgung für eine schnellere Internetanbindung in den hiesigen Gewerbegebieten geschaffen werden.

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Quelle: SYMBOLFOTO (DPA)

STADTHAGEN. Denn da liegt noch einiges im Argen. Das hat der städtische Wirtschaftsförderer Lars Masurek auf Anfrage mitgeteilt. FDP-Ratsherr Norbert Kunze hat das Problem in der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Rates angesprochen. „Für die Geschäftsabläufe in meinem Unternehmen reicht die Leistungsstärke nicht aus“, monierte der Inhaber des am Helweg gelegenen Versicherungsmaklerbüros Schultz &Partner. Er müsse sich teilweise anders behelfen. „Die Misere besteht im gesamten Gewerbegebiet“, weiß Kunze aus Gesprächen mit Vertretern anderer Firmen. Vielfach stünden nur 16 Megabit zur Verfügung, benötigt würden aber „mindestens 100 Megabit“, so Kunze.

Individuelle Lösungen gehen ins Geld

Auf eigene Kosten einen Glasfaseranschluss bis zum nächstgelegenen Verteilerkasten zu legen, würde für sein Unternehmen „mindestens 15.000 Euro kosten“, rechnete Kunze vor: „Das ist für kleinere Firmen zu viel verlangt.“ Größere Unternehmen hätten zu teueren individuellen Lösungen gegriffen, „etwa eine Funkvariante“. Der Ratsherr fügte Richtung Stadtverwaltung hinzu: „Freies W-LAN in der Fußgängerzone ist zwar eine schöne Sache, aber wir kleinen und mittleren Firmen fühlen uns ein bisschen im Regen stehen gelassen.“

Masurek bestätigt das Problem: „Die Versorgung in den Gewerbegebieten ist vielfach nicht ausreichend, das wissen wir aus vielen Gesprächen mit Betroffenen.“ Das anlaufende DSL-Ausbauprogramm des Landkreises für unterversorgte Gebiete betreffe in Stadthagen fast ausschließlich die Ortsteile.

Dieses sei für Gewerbegebiete zudem keine Lösung, da die schnellen Glasfaserkabel bei diesem Ausbauprogramm nur bis zu den Verteilerkästen gelegt würden, erläutert Masurek. Von da an bis zu den Häusern bleibe es bei Kupferkabeln. Gewerbebetriebe seien aber im Grunde auf direkte Anschlüsse mit Glasfaser angewiesen.

Flächendeckende Lösung soll her

Und hier will die Stadt nach Auskunft von Masurek ansetzen. „Unser Ziel ist es, für die Gewerbegebiete flächendeckend eine schnellere Lösung hinzubekommen.“ Das bedeute Glasfaser-Anschlüsse direkt zu den Betrieben. „Dabei geht es um Leistungsstärken von deutlich mehr als 100 Megabit, eher bis zu einem Gigabit“, präzisiert Masurek.

Derzeit laufen nach den Worten des Wirtschaftsförderers dementsprechende Verhandlungen mit Netzanbietern. Dabei geht es um die Bedingungen, unter denen diese solche Anschlüsse herstellen würden. „Kennen wir die Konditionen, werden wir auf die Unternehmen zugehen, denn diese werden sich sicherlich finanziell beteiligen müssen.“ Es sei nicht ausgeschlossen, dass zusätzlich auch die Stadt für ein Ausbauprogramm Geld in die Hand nimmt. Damit könne sich die Politik aber erst befassen, wenn die Bedingungen klar seien.

In welchen zeitlichen Fristen die nächsten Schritte erfolgen, kann Masurek nicht prognostizieren: „Das wäre unseriös.“ Er sagt aber abschließend: „Ich bin zuversichtlich, dass wir in absehbarer Zeit eine günstigere Lösung hinbekommen als es individuelle Varianten der einzelnen Unternehmen wären.“ ssr

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