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Stadtgarten-Café: Geld für Sanierung knapp

Stadthagen Stadtgarten-Café: Geld für Sanierung knapp

Frühestens im Februar rechnet Bürgermeister Oliver Theiß mit einer Entscheidung über den Umbau und die Nachnutzung des Stadtgarten-Cafés. Angesichts der angespannten Haushaltslage favorisiert der Verwaltungschef eine kostengünstige Sanierung des im Mai durch ein Feuer beschädigten Gebäudes.

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Die Zukunft des Schlossgarten-Cafés entscheidet sich frühestens im Februar.

Quelle: rg

Stadthagen. CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Tadge hält dagegen eine deutliche Aufwertung des historischen Kleinods für denkbar. „Die Höhe der Pacht hängt davon ab, welche räumlichen und organisatorischen Möglichkeiten wir dem zukünftigen Pächter zur Verfügung stellen.“ Dadurch ließe sich eine größere Investition in das historische Gebäude möglicherweise refinanzieren, meint Tadge.

„Das hängt aber von den Konzepten der Pachtinteressenten ab. Erst wenn uns diese vorliegen, können wir bewerten, ob sich die dafür notwendigen Umbauten finanziell darstellen lassen“, betont Tadge, der die Informationspolitik der Verwaltung bemängelt. „Es wurde länger nicht über den Sachstand berichtet.“

Bis zum Brand im Mai hatte das Ehepaar Wolfgang und Christa Tadge das Stadtgarten-Café betrieben. Der Unterpacht-Vertrag ist mittlerweile gekündigt worden.

Der Pachtvertrag mit der Schaumburger Privat-Brauerei, aus der nach der ersten Insolvenz die Schaumburger Braumanufaktur hervorgegangen ist, läuft dagegen noch. „Wir haben mit dem Insolvenzverwalter vereinbart, dass wir das Pachtverhältnis durch einen Auflösungsvertrag beenden können“, erklärt Theiß, der eine „ganz große Lösung“ skeptisch sieht. „Wir reden dabei von einer Investitionssumme von mehr als 400.000 Euro. Das ließe sich auch durch eine höhere Pacht kaum wieder ausgleichen.“

Bereits Ende 2014 hatte die CDU gefordert, am Schlossgartenteich einen modernen Restaurantbetrieb zu schaffen. Nach heutigem Stand hält es Tadge für denkbar, den Vorbau des historischen Lusthauses durch Glaselemente zu ersetzen und die Möglichkeit für den Betrieb eines Biergartens zu schaffen.

Der Sprecher der Ratsgruppe WIR/FDP, Richard Wilmers, hält eine größere Investition in das Stadtgarten-Café angesichts der aktuellen Haushaltslage dagegen für undenkbar. „Aus unserer Sicht sollten die nachträglich angebauten Lagerräume abgerissen werden. Dadurch würde die historische Sichtachse vom Schlossgarten auf das Café wiederhergestellt werden“, erklärt Wilmers, der in diesem Zusammenhang von „historischer Wiedergutmachung“ spricht.

Auch aus Sicht der rot-grünen Mehrheitsgruppe ist die Wiederherstellung der symmetrischen Achse zwischen den Grünanlagen im Stadtpark und dem Stadtgarten-Café wünschenswert. Dabei gelte es, „einen verantwortungsbewussten Kompromiss zwischen einer optimalen gastronomischen Nutzung, einem Umbau, der die historische Qualität des Stadtgartens erhält, und der Finanzlage der Stadt zu finden“, betont Gruppensprecher Jan-Philipp Beck (SPD). „Teure Umbaumaßnahmen scheiden aus.“

Nach Angaben von Theiß haben vier Bewerber ihr Interesse an einer Nachnutzung des Cafés bekundet. Drei Konzepte sind demnach auf die Wiederherstellung des Zustandes vor dem Brand ausgerichtet. Einer der Interessenten könnte sich laut Theiß dagegen vorstellen, in einem deutlich kleineren Gebäude einen Gastronomiebetrieb am Schlossteich zu eröffnen. ber

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