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Stadtgarten-Café: Vereine fühlen sich übergangen

Kritik am Vorgehen der Stadtverwaltung Stadtgarten-Café: Vereine fühlen sich übergangen

Die Debatte um die Entscheidung zur Wiederherstellung des Stadtgarten-Cafés kocht erneut hoch. Nun melden sich die Mitglieder des Verkehrs- und des Renaissance-Vereins zu Wort. Sie kritisieren, nicht einbezogen worden zu sein.

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Quelle: Foto: Archiv/rg

Stadthagen. Als „fahrlässiges handwerkliches Versäumnis“ bezeichnet Fritz Wehling, Vorstandsmitglied des Verkehrsvereins, das Vorgehen der Stadtverwaltung. Besonders in Anbetracht des von der Stadtverwaltung propagierten Interesses, die Bürgerbeteiligung zu stärken und auszubauen sei es unverständlich, warum der Verkehrs- und der Renaissance-Verein nicht gefragt worden sind. Das trage vor dem Hintergrund ehrenamtlichen Engagements nicht dazu bei, dass das Vertrauen wachse.

 „Aus meiner Sicht liegt es nahe, dass die Vereine, die kulturhistorisch arbeiten, gehört werden“, betont auch Karl-Heinz Hepe, Vorsitzender des Stadthäger Verkehrsvereins. Der Verein hätte gerne im Vorfeld seine Erfahrung und Ideen in einem Konzept zusammengefasst und vorgestellt, sei bedauerlicherweise aber nicht gehört worden. Nun habe der Rat entschieden und das sei zu akzeptieren. Einmischen wollen sich die Vereine, wie sie betonen, nicht.

 Auch Harald Weidenmüller, Vorsitzender des Vereins Renaissance Stadthagen, meint, dass es nicht „unzweckmäßig“ gewesen wäre, die Kulturvereine bei den Überlegungen mit ins Boot zu holen.

 Warum das nicht geschehen ist, wollte Bürgermeister Oliver Theißt zunächst noch nicht beantworten. Am heutigen Montag wolle man aber noch einmal zu dem Thema beraten.

 Ebenfalls mit den Plänen für das Stadtgarten-Café wollen sich die Stadthäger Vereine laut Weidenmüller bei einem für Mitte Juli geplanten Treffen auseinandersetzen. Mit dabei außer dem Verkehrs- und dem Renaissance-Verein sind auch der Kulturverein, die Alte Polizei und der Heimatverein. Dabei möchten die Vereinsmitglieder die Planungen der Stadt bewerten und mit etwaigen eigenen Ideen vergleichen.

 Dass sich die Stadthäger Vereine im Anschluss mit eigenen Überlegungen noch einmal an die Stadtverwaltung wenden könnten, will Weidenmüller nicht ausschließen.

 Der Verkehrsverein gehört nach Worten von Wehling wie auch der Renaissance-Verein zu den maßgeblichen Vereinen im Hinblick auf die historischen Gegebenheiten in der Kreisstadt. Und vor allem das Stadtgarten-Café sei ein „städtebauliches Highlight“.  tbh

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