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Stadtgartencafé: 70.000 Euro Schaden

Pächterin kritisiert die Stadt Stadtgartencafé: 70.000 Euro Schaden

Rund 70.000 Euro – das ist die Höhe des Schadens, der beim Brand des Stadtgartencafés im Mai entstanden ist. Auf diese Summe haben sich jetzt Stadtverwaltung und Versicherung nach etlichen Gesprächen geeinigt.

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Quelle: sk

Stadthagen. Die traditionsreiche Immobilie gehört der Stadt. Uneinigkeit bestehe lediglich noch bei einigen Details wie etwa der Wertansetzung der Bodenbeläge, berichtete der in der Stadtverwaltung für Liegenschaften zuständige Jörg Schädel. Möglicherweise erhöhe sich die Zahlung der Versicherung noch auf bis zu 80.000 Euro.

 Insgesamt könne die Stadt mit der Summe zufrieden sein, ergänzte Schädel. „Wir haben kein Problem der Unterversicherung, der Schaden wird in der Höhe reguliert wie er entstanden ist“.

 Die Stadtverwaltung sei derzeit dabei, mehrere Optionen für eine Sanierung zu erarbeiten, sagte Schädel. Diese würden in einer Tischvorlage für die Sitzung des Verwaltungsausschusses am 23.September zusammengestellt. „Dann muss die Politik über die Art der Sanierung entscheiden.“ Einzelheiten zu den angedachten Optionen wollte Schädel noch nicht nennen: „Das sind bislang nur Ideen, es gibt noch keine intern abgestimmte Verwaltungsmeinung.“

 Nach Einschätzung Schädels bleibt das Stadtgartencafé noch mindestens vier bis fünf Monate geschlossen. Diese Frist gelte aber nur für die schnellste Variante der Sanierung, bei der das Gebäude in unveränderter Form wieder hergestellt würde. Das größte Problem werde sein, „Handwerker zu bekommen, die kurzfristig Zeit haben“, erläuterte der Liegenschafts-Experte.

 Heftige Kritik an der Stadtverwaltung übte unterdessen die Pächterin des Stadtgartencafés, Christa Tadge. „Ein Vierteljahr lang ist nichts passiert, kein einziger Handschlag“, äußerte sie im Gespräch mit dieser Zeitung. „Ich hätte schnelleres Handeln erwartet“, fügte sie hinzu. Und weiter: „In der freien Wirtschaft wäre das so nicht passiert, aber eine Kommune lässt sich halt Zeit.“ Dabei müsste der Stadt doch daran gelegen sein, so die Pächterin, dass das Café so schnell wie möglich wieder seinen Betrieb aufnehme.

 Der durch den Brand verursachte Einnahmeausfall wird nach Angaben von Tadge vier Monate lang durch eine Betriebsausfallversicherung abgedeckt, also bis Ende September. „Was danach passiert, weiß ich noch nicht“, sagte Tadge. Möglicherweise werde sie mit der Stadt verhandeln, ob diese für den weiteren Einnahmeverlust einsteht. Ob sie das Café weiter betreiben werde, ließ Tadge offen: „Das mache ich davon abhängig, wie lange die Bauzeit dauert.“ ssr

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