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Stadthäger Radlern ist Schutzweg verboten

Falsche Beschilderung an der Enzer Straße Stadthäger Radlern ist Schutzweg verboten

Irgendwie steckt der Wurm in den Schutzstreifen für Fahrradfahrer entlang der Enzer Straße. Erstmal verging ordentlich Zeit, bis die Markierungen überhaupt aufgebracht wurden, dann fanden sie sich zum Teil auf den falschen Flächen (wir berichteten).

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Den Radschutzstreifen dürfen Fahrradfahrer rein rechtlich gar nicht benutzen.

Quelle: pr

Stadthagen. Obendrein kommt jetzt raus: Radfahrer dürfen die Schutzstreifen eigentlich gar nicht benutzen.

SN-Leser Gerhard Schönemann hat nach einem Bericht über die neuen Streifen auf die noch bestehende Benutzungspflicht des kombinierten Geh- und Radweges hingewiesen. Dem Polizeibeamten im Ruhestand war aufgefallen, dass die Baufirma vergessen hat, die Schilder abzumontieren.

Das bedeutet: Radfahrer müssen weiterhin den vorhandenen gemeinsamen Geh- und Radweg benutzen und dürfen nicht auf der Fahrbahn fahren. Der neu aufgebrachte Schutzstreifen ist für Radler tabu. Ein Verstoß gegen die Radwegbenutzungspflicht wird mit 20 Euro Bußgeld geahndet.

Schild vergessen. Klingt zunächst mal nach einer Lappalie. Aber, so Schönemann: „Vor dem Hintergrund des tödlichen Verkehrsunfalls der siebenjährigen Radfahrerin hätte ich mir mehr Sensibilität und Eigeninitiative bezüglich der gesetzlich geforderten Verkehrs- und Signalschau erwartet.“

Ex-Polizist: "Blick ins Gelände" hilfreich

Dafür soll es jetzt aber schnell gehen: Die Schilder sollen bereits am heutigen Dienstag abgebaut werden, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung auf SN-Anfrage. Weil die Markierungen zunächst falsch angebracht worden seien, hätten sich die Bauarbeiten verzögert. Eigentlich sollten die Schilder bereits vergangene Woche schon entfernt werden, erklärt Bettina Burger, Sprecherin der Stadt Stadthagen.

Aus Erfahrung als ehemaliger Verkehrbeauftragter der Polizei Stadthagen rät Schönemann: „Vor dem Erlass von Anordnungen am Schreibtisch ist ein ,Blick ins Gelände’ immer hilfreich.“ Auch an anderen Stellen muss nach Ansicht des Hauptkommissars im Ruhestand einmal überprüft werden, ob die Verordnungen überhaupt zulässig sind. Er bezweifele, dass die nötigen Voraussetzungen – wie beispielsweise ausreichend breite Geh- und Radwege – mancherorts gegeben seien.

tbh

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