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Stadthäger Schülergruppe für Satelliten-Wettbewerb qualifiziert

Junge Tüftler wollen hoch hinaus Stadthäger Schülergruppe für Satelliten-Wettbewerb qualifiziert

Fünf jugendliche Tüftler vertreten Stadthagen mit ihrem Satelliten im bundesweiten „CanSat-Wettbewerb“ Anfang Oktober in Bremen. Im Zuge einer AG am Wilhelm-Busch-Gymnasium hat sich das „Team Science!“ auf eine Mission begeben, von der auch die Stadt profitieren könnte.

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Jan-Hendrik Farr (vorne, links) steuert die Rakete während des ersten Testflugs in Obernwöhren.

Quelle: ber

Stadthagen. Ein CanSat ist ein „Satellit“ in der Größe einer Getränkedose, der von Schüler-Teams entwickelt, gebaut und programmiert wurde. Dieser Mini-Satellit wird mit einer Rakete auf eine Höhe von mehreren hundert Metern gebracht und sinkt dann an einem Fallschirm zu Boden. Dabei soll der Satellit unter anderem Messungen durchführen.

 Neben den Pflichtaufgaben wie Luftdruck- und Temperaturmessungen wollen Jan-Hendrik Farr, Johannes Stender, Daniel Weimann, René Veenhuis und Oliver Burghardt mit ihrem Satelliten auch die Feinstaub-Belastung messen. An diesen Daten ist auch der städtische Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur interessiert, der den Jugendlichen im Gegenzug eine dreistellige Fördersumme zugesichert hat.

 Eigentlich sollte der Satellit nach dem Baukastenprinzip aus mitgelieferten Teilen zusammengesetzt werden. „Allerdings hat sich gleich am Anfang das Hauptmodul mit den seriellen Schnittstellen, an denen die Sensoren für die Messungen angeschlossen werden, in Rauch aufgelöst“, sagt Stender.

 Wie es sich für echte Tüftler gehört, haben die Jugendlichen für jedes Problem eine Lösung entwickelt. „Ich experimentiere schon seit einigen Jahren mit Boards“, so Farr. „Für unser neues Hauptmodul habe ich einen Arduino-Micro-Prozessor auf eine eigens angefertigte Platine gebaut.“ Mit einem selbst gebauten 3D-Drucker hat der Jugendliche zudem die Hülse erstellt, in der die Messtechnik verstaut wird.

 Am 7. Oktober wird der Satellit zusammen mit neun anderen von einer Rakete über dem Flugplatz in Rotenburg (Wümme) aus mehreren hundert Metern abgeworfen. Ein selbst entworfener Fallschirm soll den Flug abbremsen und die Technik sanft zurück auf den Boden bringen. „Wir haben einen kleinen Fallschirm, der immer geöffnet und mit einem Faden an einem Bolzen in der Zylinderhülse befestigt ist. Ein barometrischer Höhensensor löst ab einer gewissen Flughöhe eine Spule aus, die den Faden aufzieht und den Bolzen dadurch löst. Dann zieht der kleine Fallschirm den dahinter befestigten großen Fallschirm auf“, erklärt Stender.

 Im Sinkflug soll der Satellit möglichst verlässliche Daten sammeln und aufzeichnen. Das „Team Science!“ geht dabei auf Nummer sicher: „Die Daten werden automatisch auf einer SD-Karte gespeichert. Außerdem sendet eine von uns gebaute Antenne die Daten auf unseren Laptop, falls mit der SD-Karte etwas schief gehen sollte“, erklärt Stender. Den ersten Probeflug hat der Satellit auf dem Modellflugplatz in Obernwöhren bestanden. Auch wenn Teile der Technik bei der Landung aus der Halterung flogen. „Die Datenmessungen haben funktioniert“, freut sich Stender.

 Eine Jury mit Experten aus der Luft- und Raumfahrttechnik bewertet die Wettbewerbsbeiträge nach Kriterien wie wissenschaftlicher Anspruch, technische Umsetzung und Öffentlichkeitsarbeit. Sollte sich die Technik bewähren und das „Team Science!“ den Bundeswettbewerb gewinnen, geht es zum europaweiten Wettbewerb der European Space Agency.

 Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.team-science.de. ber

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