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Stadthäger erzählt von eigener Flucht

Von Breslau nach Stadthagen Stadthäger erzählt von eigener Flucht

Glückliche, ängstliche, traurige und zuversichtliche Wege hat Günter Drieschner als Kind kennengelernt. Der heute 85-Jährige kam als Flüchtling von Breslau nach Stadthagen. Am Freitag stellte er anlässlich der Interkulturellen Wochen in der Alten Polizei zum Tag des Flüchtlings sein Buch „Verlorene Wege“ vor. Und erzählte seine eigene Geschichte des Weggehens und des Neuanfangs.

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Günter Drieschner erzählt vom Leben als Flüchtling.  vr

Stadthagen. „Nicht ausgrenzen, sondern willkommen heißen“, apellierte Klaus Strempel, Leiter der Alten Polizei, zu Beginn der Lesung. Drieschner selbst ist im Mehrgenerationenhaus sehr aktiv und war auch beim Aufbau des Kulturzentrums dabei.

2007 schrieb der Stadthäger seine Autobiografie. Darin beschreibt er seine Kindheit in Schlesien während des Nationalsozialismus. „Egal, welche Welteinstellung man hat, das Motto muss für alle gleich sein: wir wollen Frieden in dieser Welt“, begann der Senior seine Lesung und erklärte, dass die damaligen Geschehnisse ihn in seiner humanitären und politischen Lebenseinstellung geprägt haben. Er ist sich sicher, dass in Anbetracht der derzeitigen Flüchtlingssituation eine humane und solidarische Haltung erforderlich sei.

In seiner Lesung ging Drieschner aus aktuellem Anlass vor allem auf jene Phase seines Lebens ein, in der er selbst auf der Flucht mit seiner Familie war. Erst zu Beginn des Krieges aus Breslau geflohen, wurde die Familie nach ihrer Rückkehr in die Heimatstadt von den Polen vertrieben. Als Flüchtling kam der damals 16-Jährige in Hannover an und musste vorerst in Flüchtlingsunterkünften leben, bis schließlich im Jahr 1947 Stadthagen seine zweite Heimat wurde. vr

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