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Stadthäger sind verängstigt

Stadthagen / Revision im Brandstifter-Prozess 2012 Stadthäger sind verängstigt

Erschöpfte Feuerwehrhelfer, ängstliche Bürger, Überlegungen zu Überwachungskameras auf Privatgrundstücken: Die aktuelle Brandserie hält Stadthagen in Atem.

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Im Nobember 2012 hat unter anderem der Brand eines Wohnhauses Polizei und Feuerwehr in Atem gehalten.

Quelle: rg

Von Verena Insinger

Stadthagen. Erst vor einem Jahr lebten die Bürger zwei Monate lang in Angst und Schrecken. Damals beschäftigten 16 Brände im Oktober und November Polizei und Feuerwehr. Am Ende nahmen die Beamten einen 19-jährigen Tatverdächtigen fest. Zuvor hatten zahlreiche Polizisten den jungen Stadthäger über Tage observiert.

Anfang dieses Jahres erhob die Staatsanwaltschaft Anklage, es kam zum Prozess vor der 1. Großen Jugendstrafkammer am Landgericht Bückeburg. Doch der junge Mann wurde in allen Punkten, darunter auch Handtaschenraub, freigesprochen. Das ist jetzt noch nicht einmal zwei Monate her. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
Die Staatsanwaltschaft Bückeburg hat bereits Revision dagegen eingelegt. Sobald sie die Akten schriftlich vorliegen hat, sollen diese auf Rechtsfehler überprüft werden, sagt Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt im Gespräch mit dieser Zeitung. Im Anschluss entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Rechtsmittel endgültig durchgeführt oder das Urteil letztendlich rechtskräftig wird.

Dieses Randgeschehen interessiert die Menschen in Stadthagen derzeit jedoch wenig. Sie treibt Tag für Tag die Angst um, dass es wieder brennt, vielleicht ja auch bei ihnen selbst. „Irgendwann kommt noch ein Mensch zu Schaden“, schreiben zahlreiche Leser bei Facebook. Wiederum andere ziehen in Erwägung, eine Überwachungskamera auf ihrem Grundstück zu installieren. „Wie kann es sein, dass der Täter nicht beobachtet wird, wenn er am helllichten Tag Feuer legt?“, fragt eine Leserin. Und genau bei diesem Ansatz setzt die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung. „Wir brauchen jede noch so kleine Beobachtung“, betont Polizeipressesprecher Axel Bergmann. „Letztendlich kann es das fehlende Puzzleteil für ein Gesamtbild sein.“

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