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Stadthäger soll Minderjährige sexuell missbraucht haben

„Panische Angst“ Stadthäger soll Minderjährige sexuell missbraucht haben

Über einen Zeitraum von fast zwei Jahren soll sich ein 47 Jahre alter Stadthäger an der jugendlichen Tochter seiner Lebensgefährtin vergangen und das Mädchen zudem wiederholt geschlagen haben.

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Stadthagen/Bückeburg (ly). In einem Prozess, der jetzt vor dem Landgericht in Bückeburg begonnen hat, legt Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig dem Angeklagten insgesamt 14 Taten zur Last, darunter mehrere Fälle von schwerem sexuellen Missbrauch.
Das mutmaßliche Opfer soll damals zwölf beziehungsweise 13 Jahre alt gewesen sein. Zum Prozessauftakt hat die junge Frau unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt. Über Details wurde nichts bekannt. Der Angeklagte macht von seinem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern.
Rechtsanwältin Maxie Böllert-Staunau vertritt die Nebenklage und damit die Interessen der Jugendlichen. Sie hat beantragt, für die Dauer von deren Vernehmung nicht nur die Öffentlichkeit auszuschließen, sondern auch den 47-Jährigen aus dem Saal zu schicken. Das Gericht kam beiden Anträgen nach.
„Sie wird nicht ein einziges Wort sagen können in Gegenwart des Mannes“, hatte Böllert-Staunau prophezeit. Die Anwältin befürchtet eine Retraumatisierung. Ihre Mandantin habe „panische Angst“, den Mann zu sehen.
Seit vergangenem Jahr lebt die junge Frau in einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung. Gleichzeitig wird sie vom Bückeburger Büro der Opferhilfe betreut und zum Prozess begleitet.
Vorgeworfen wird dem Stadthäger unter anderem, mit dem Kind Pornos angesehen zu haben. In anderen Fällen soll er sich an der Schülerin sexuell vergangen und einmal auch Fotos davon gemacht haben.
Beim letzten Fall soll die Mutter das Zimmer betreten haben, worauf der Mann aufgehört habe. Schläge hat es laut Anklage gegeben, wenn das Mädchen beispielsweise in der Wohnung nicht richtig aufgeräumt hatte.
Zu Beginn der Verhandlung hatte Verteidiger Ralf Jordan die Anklageschrift bemängelt. Diese enthält aus Sicht Jordans unter anderem mehrere absolut identische Sachverhalte und genüge deshalb nicht den Ansprüchen der Strafprozessordnung. Gegen Vorwürfe müsse sich ein Angeklagter jedoch angemessen verteidigen können. Den Antrag der Verteidigung, das Verfahren deshalb durch Urteil einzustellen, lehnte das Gericht ab.
Richter Nobert Kütemeyer, Vorsitzender der 1. Großen Jugendkammer, hat zunächst fünf Verhandlungstage anberaumt, an denen 14 Zeugen und eine Sachverständige vernommen werden sollen. Nach dem bisherigen Zeitplan könnte das Urteil noch vor Weihnachten verkündet werden. Im Fall eines Schuldspruchs im Sinne der Anklage droht dem Stadthäger eine mehrjährige Freiheitsstrafe. 

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