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Stadthäger wollen weiter mitreden

Ergebnisse Gesamtstrategie Stadthäger wollen weiter mitreden

Kreatives Engagement stärker fördern, freiwillige Leistungen wie die Subventionierung des Tropicana aufrechterhalten und sich dafür einsetzen, die städtischen Finanzen nachhaltig zu konsolidieren: Das sind drei der strategischen Ziele, die als Ergebnis des Gesamtstrategieprojektes präsentiert wurden.

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Laut Gesamtstrategie sollen Amtspforten-Museum und Alte Polizei weiter gefördert werden. Das ist auch im Sinne vieler Bürger.

Quelle: lht

Stadthagen. Dafür hatte die Stadt gemeinsam mit dem Beratungsbüro NSI Consult in den Ratssaal eingeladen. Dem öffentlichen Treffen war ein knapp einjähriges Beteiligungsverfahren vorausgegangen. In diesem Zuge waren Stadthagens Bürger in einer groß angelegten Befragung sowie drei Bürgerabenden dazu befragt worden, was die Stadt für sie aktuell lebenswert macht und welche Entwicklung sie sich in den kommenden Jahren für Stadthagen wünschen.

 „Heute schließt sich ein Kreis“, sagte Bürgermeister Oliver Theiß und dankte den rund 40 Gästen für ihre Beteiligung an den Treffen. Von diesen war Dino Schubert, der die Abschlussergebnisse des Planungsbüros präsentierte, vor allem das Bild einer konservativen ‚Schlafstadt‘ im Gedächtnis geblieben, der es an Innovationen und Lebendigkeit mangelt.

Historischen Charakter der Stadt erhalten

Auf der anderen Seite hatte sich bei den Bürgerabenden unter anderem der Wunsch nach einem attraktiveren Arbeitsmarkt und besseren Angeboten für junge Familien herauskristallisiert. Auch die Wertschätzung für subventionierte Angebote wie Amtspforten-Museum oder Alte Polizei wurde deutlich.

 Aus diesen und zahlreichen weiteren Punkten haben Schubert und sein Team Ziele für die Entwicklung Stadthagens in den kommenden anderthalb Jahrzehnten hergeleitet. Dazu zählen neben den eingangs erwähnten Punkten auch die Integration und Teilhabe aller Stadthäger sowie der Erhalt des historischen Charakters der Stadt.

 Mancher der Anwesenden hatte sich offenbar konkretere Resultate von der Arbeit des Planungsbüros versprochen, wie in einer anschließenden Diskussion deutlich wurde. „Das klingt für mich so theoretisch, das könnte man überall so machen“, sagte eine Teilnehmerin. Theiß widersprach: „Wir wollen den Haushalt eng an diesen Zielen ausrichten.“ Dabei sei die Gesamtstrategie eine „große Hilfe“.

Wichtiger Schritt

Auch im Tagesgeschäft hätte sich das Feedback der Bürger bereits bewährt. So sei die Stadt den Plänen von Sven Rickes, der im Gewerbepark an der Gubener Straße ein kreatives Zentrum aufbauen will, von Beginn an aufgeschlossen entgegengetreten.

 „Viele Kommunen haben gar keine Visionen“, erklärte Dino Schubert. Insofern habe Stadthagen mit der Gesamtstrategie einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. „Die Arbeit fängt jetzt aber erst an“, betonte er.

 Wenn es nach vielen der Anwesenden geht, muss der Beteiligungsprozess damit nicht abgeschlossen sein. Vielmehr könnte, so einer der Vorschläge, mit halbjährigen Bürgerforen evaluiert werden, wie die Umsetzung der Ziele in den kommenden Jahren voranschreitet.  lht

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