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Stadthäger Hausbesitzer skeptisch

Förderprogramm zur Altstadtsanierung Stadthäger Hausbesitzer skeptisch

Es herrscht starke Zurückhaltung vor: Größere Immobilienbesitzer in der Altstadt erwarten vom Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ keine wesentlichen Impulse für private Sanierungsvorhaben.

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 Diese maroden Häuser rechts und links der Klosterstraße bleiben trotz Förderprogramms wohl weiterhin so bestehen.

Quelle: rg

Stadthagen. Aus dem Fördertopf fließen in den kommenden zehn Jahren nach Angaben von Stefanie Schädel vom städtischen Bauamt 3,5 Millionen Euro an Landesmitteln, dazu kommen 1,7 Millionen Euro an Fördergeld aus der Stadtkasse.

„Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, bewertet Immobilienbesitzer Peter Schilling das Förderprogramm. Wenn man Gebäude „nachhaltig sanieren will, kostet das richtig Geld“. Immerhin stehen in der Altstadt rund 60 Sanierungsvorhaben an. Da sei der Fördertopf „zu klein, um wirkungsvoll zu helfen“. Allerdings will Schilling nicht ausschließen, dass es „in dem einen oder anderen Einzelfall doch Impulse geben kann“.

Peter Hauß, der an der Klosterstraße ein größeres Sanierungsprojekt geplant hatte, ist mittlerweile davon abgerückt: „Ich will nicht mehr, dort herrscht jetzt absoluter Stillstand.“ Das gelte, „egal welche Zuschüsse eventuell fließen würden“. Zwei der drei in die frühere Planung einbezogenen Häuser seien denkmalgeschützt. Der Sanierungsaufwand belaufe sich auf insgesamt 1,4 Millionen Euro. Wenn das Fördergeld in der Altstadt flächendeckend eingesetzt würde, „käme für meinen Fall zu wenig heraus, um eine Wirtschaftlichkeit herzustellen“, so Hauß. Es ließen sich später nicht ausreichend hohe Einnahmen erzielen, um Rentabilität zu erzielen.

Bürgermeister kritisiert Immobilienbesitzer

Auch bei den beiden sogenannten Kreft-Häusern an der Klosterstraße wird es trotz des neuen Förderprogramms keine Bewegung geben. Er erwarte aus diesem Topf keine ausreichende Unterstützung, sagt Besitzer Günter Kreft. Er sehe bei einer kostenträchtigen Sanierung später keine Nutzungschance: „Auf absehbare Zeit bleibt dort alles, wie es ist.“ Die städtebaulich als Schandflecke geltenden Häuserzeilen rechts und links der Klosterstraße werden somit aller Voraussicht nach unverändert bestehen bleiben.

Bürgermeister Oliver Theiß kritisiert die Einschätzung des Förderprogramms durch die erwähnten Immobilienbesitzer: „Man sollte nicht von vornherein so pessimistisch an die Sache herangehen.“ Zunächst einmal müsse die Stadt Förderrichtlinien erstellen. Offen sei zum Beispiel die Frage, ob eine maximale Fördersumme pro Projekt festgelegt wird, oder ob das Geld in der Reihe der eingegangenen beantragten Fördersummen gewährt wird, bis der Topf ausgeschöpft ist. „Erst wenn Förderrichtlinien vorliegen, kann man sehen, für welche Projekte das Programm sinnvoll ist und für welche nicht“, führt Theiß dazu aus. Sobald die Förderrichtlinien verabschiedet sind, will die Stadt nach den Worten von Theiß die Öffentlichkeit in einer Informationsveranstaltung darüber in Kenntnis setzen.

Der Verwaltungschef berichtete, dass die Stadtverwaltung bereits mit fünf Inhabern von denkmalgeschützten Häusern in Vorgesprächen steht. ssr

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