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Stadthagen Stadt Stadthagen-Rinteln ist raus
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Stadthagen-Rinteln ist raus
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00:22 23.03.2015
Quelle: Symbolfoto
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Stadthagen/Rinteln.  Unter den acht Strecken, die infrage gekommen wären, landen die Schaumburger Gleise auf Platz sechs.

26,5 Millionen würde es kosten, wieder einen Zug zwischen Weser- und Kreisstadt fahren zu lassen. Zu viel laut Ministerium. Eine Sprecherin begründet: Die Schülerzahlen werden bis 2025 um 28 Prozent einbrechen. Außerdem hätten Hochrechnungen gezeigt, dass die Strecke aufgrund des Bevölkerungsrückgangs werktags im Jahr 2025 von 1050 Personen weniger genutzt würde als noch derzeit.

Stadthagen-Rinteln ist somit bei der Kosten-Nutzen-Rechnung durchgefallen. In einer volkswirtschaftlichen Bewertung bleibe die Strecke mit 0,53 unter dem entscheidenden Wert 1,0, so die Sprecherin. Sollte sich daran in den kommenden Jahren etwas ändern, könnte der Landkreis wieder nach vorne rücken. Das ist aber unwahrscheinlich: Ein großer Arbeitgeber müsste sich ansiedeln, die Bevölkerungszahl steigen – oder ein Investor müsste ein paar Millionen Euro dazuschießen.

Bereits jetzt komplett raus sind wegen zu hoher Investitionskosten die Verbindungen Lüneburg-Soltau und Aurich Emden. Über die 1,0 kommt zum Beispiel der Bahnverkehr zwischen Neuenhaus und Bad Bentheim. Deren Wiederinbetriebnahme kostet Zahlen des Ministeriums zufolge 15,1 Millionen Euro. Zwar gehen auch in Bad Bentheim die Schülerzahlen zurück. Aber, so die Sprecherin: „Im Gegensatz zu Schaumburg gibt es eine positive Entwicklung bei Einwohnern und Arbeitsplätzen.“

Für das Jahr 2025 hat die Hochrechnung somit nicht weniger, sondern 1800 Personenfahrten mehr ergeben – steigende statt sinkender Nachfrage also. Außer dem Stück zwischen Neuenhaus und Bad Bentheim soll der Zugverkehr zwischen den Einbecker Ortsteilen Mitte und Salzderhelden und Lebenstedt, Ortsteilen von Salzgitter, raktiviert werden.

Im Kreishaus gibt es Verständnis für die Entscheidung. „Wir haben immer gesagt, dass eine solche Analyse erst einmal abzuwarten ist“, sagt Landrat Jörg Farr. Das Vorgehen des Landes sei „sehr gut nachvollziehbar“. jcp

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