Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Ute Steidel tritt aus SPD aus

Stadthagen Ute Steidel tritt aus SPD aus

Die ehemalige Stadthäger Ratsfrau Ute Steidel (54) ist vor einigen Tagen aus der SPD ausgetreten. Grund ist offenbar die aus ihrer Sicht zu liberale Flüchtlingspolitik der Partei.

Voriger Artikel
Planung für Partyhalle gerät ins Stocken
Nächster Artikel
Grundschule: Eltern erstatten Anzeige

Ute Steidel

Stadthagen. Entsprechende SN-Informationen hat gestern ein Sprecher der Partei bestätigt. Steidel selber war trotz mehrfacher Nachfrage nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Als Grund für ihren Austritt hat Steidel Kritik an der aus ihrer Sicht zu liberalen Flüchtlingspolitik der SPD-Spitze angegeben, wie der Sprecher auf Nachfrage hinzufügte. Steidel wünsche sich in der Flüchtlingsfrage „offenbar einen restriktiveren Kurs“, sagte er.

„Es ist bedauerlich, wenn ein Parteimitglied aus einer Familie mit so langer sozialdemokratischer Geschichte austritt“, kommentierte den Vorgang auf Anfrage der Stadthäger SPD-Vorsitzende Jan-Philipp Beck. Der Vater von Ute Steidel, Karl Steidel, hatte lange Jahre den Vorsitz der Stadthäger SPD inne gehabt. Zudem war er langjähriger Ratsherr gewesen, auch in der Funktion eines Ausschussvorsitzenden.

Zum oben genannten Grund des Parteiaustritts von Steidel sagte Beck, diesen könne er nicht nachvollziehen. Gerade hier in Schaumburg werde „eine gute Flüchtlingspolitik“ geleistet: „Wir kriegen das hier hin.“

„Ich hätte mich mit ihr darüber gerne auseinandergesetzt“

Auch der Schaumburger SPD-Vorsitzende Karsten Becker bedauerte, „dass ein Mitglied mit einer solchen sozialdemokratischen Familientradition der SPD den Rücken gekehrt hat“. Zum Beweggrund des Austritts, einer nach Meinung Steidels zu offenherzigen Flüchtlingspolitik der SPD-Führung, sagte Becker, er finde es „nicht unproblematisch, wenn eine solche Begründung angegeben wird, ohne vorher den Versuch zu unternehmen, innerparteilich darüber zu sprechen“. Becker weiter: „Ich hätte mich mit ihr darüber gerne auseinandergesetzt.“

Der SPD-Chef berichtete, es gebe bei Debatten zur Flüchtlingsfrage in den SPD-Ortsvereinen eine Vielfalt an Meinungen. Manche Genossen stellten auch betont die Frage: „Wie schaffen wir das?“ Einen weiteren Parteiaustritt mit einer ähnlichen Begründung wie der von Steidel gebe es aber nicht, teilte Becker mit.

Steidel hatte zum Jahresende bereits ihr Ratsmandat niedergelegt. Dafür hatte sie berufliche Gründe geltend gemacht. Möglicherweise erscheint dieser Rückzug nun auch in einem anderen Licht. Steidel hatte dem Rat 19 Jahre angehört, lange Zeit hatte sie den Vorsitz im Bau- und Planungsausschuss. ssr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg