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Stadthagen für Millionen-Projekt im Gespräch

Verein Mehrgenerationenhaus Stadthagen für Millionen-Projekt im Gespräch

Als möglicher Standort für den Bau eines Mehrgenerationenhauses hat der Verein Mehrgenerationenhaus Bückeburg nun Stadthagen ins Visier genommen. Eigentlich sollte das Zehn-Millionen-Euro-Projekt in den Bückeburger Hofwiesen realisiert werden.

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Quelle: pr.

Aufgrund des Widerstandes aus Politik, Bürgerschaft und vom Nabu gegen die Bebauung in dem Landschaftsschutzgebiet sucht der Förderverein als Träger der Einrichtung nun ein Alternativgrundstück.  „Derzeit laufen Gespräche mit verschiedenen Grundstückseigentümern“, berichtet Initiatorin Manuela Tarbiat-Wündsch. „Parallel nehmen wir Kontakt zu den jeweiligen Verwaltungen vor Ort auf. Das Wichtigste ist, dass die Kommune uns Unterstützung signalisiert.“ Nach dem gescheiterten Anlauf in Bückeburg gelte es, in Ruhe die möglichen neuen Standorte zu sondieren, um eine erneute Pleite zu verhindern. Mit der Stadthäger Verwaltung habe sie allerdings noch nicht gesprochen.

Geplant ist, ein Mehrgenerationenhaus nach den Vorbildern in Königsbrunn oder Taufkirchen zu errichten. Neben Wohnungen für Jung und Alt sollen ein Kinderhotel, ein Café, Räume für kulturelle Veranstaltungen und ein Fahrradverleih dazugehören.

Angesichts der fehlenden Betreuungsplätze für Stadthagen besonders interessant: Auch die Einrichtung einer Kindertagesstätte sei denkbar. „Wir müssen aber sehen, was vor Ort benötigt wird. Eine Kindertagesstätte macht nur dann Sinn, wenn auch Bedarf da ist“, betont Tarbiat-Wündsch.

Inklusion als Ziel

In jedem Fall enthalten sein soll ein Kinderhotel, in dem Eltern ihre Sprösslinge außerhalb der Öffnungszeiten der herkömmlichen Betreuungseinrichtungen unterbringen können. „Wir haben dabei Menschen wie die alleinerziehende Krankenschwester im Blick, die zur Nachtschicht muss“, erklärt die Initiatorin. Insbesondere die Inklusion hat sich der Verein als Ziel gesetzt. So sollen behinderte Menschen in dem Mehrgenerationenhaus sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze erhalten, ältere Menschen könnten Alleinerziehende bei der Kinderbetreuung unterstützen und die jüngere Generation den Senioren im Alltag helfen.

„Alle Menschen, die sich einbringen wollen, sollen bei uns die Möglichkeit dazu erhalten“, erklärt Tarbiat-Wündsch. „Ich bin selbst Mutter eines autistischen Kindes und suche nach einer Lebensform, in der mein Sohn in der Mitte der Gesellschaft wohnen kann.“

Der Standort müsse daher zwei Bedingungen erfüllen: Das Mehrgenerationenhaus soll zentral gelegen sein, in unmittelbarer Nähe zu Ärzten, Supermärkten und Geschäften. Auf Stadthagen bezogen scheiden Grundstücke an der Bergkette damit aus, erklärt Tarbiat-Wündsch.  Zum anderen sei für die Realisierung des Projektes ein großes Grundstück mit rund 6000 Quadratmetern erforderlich, um die geplante lockere und offene Bebauung mit vielen Grünflächen zu ermöglichen.

Auch andere Städte im Gespräch

Noch sei völlig offen, wo der Verein sein Projekt realisieren werde, betont die Initiatorin. Neben Stadthagen seien auch andere Städte in der Region im Gespräch.  Ebenfalls offen ist die Frage der Finanzierung. Allerdings hat der Verein nach eigenen Angaben einen Investor an der Hand. „Aber wir müssen nun bei null anfangen. Das Projekt war bisher auf den Standort in den Hofwiesen zugeschnitten“, erklärt Tarbiat-Wündsch. Dort hatte der Eigentümer, die Hofkammer beziehungsweise Alexander zu Schaumburg-Lippe, signalisiert, ein Grundstück gegen eine Ausgleichsfläche zur Verfügung zu stellen.  ber

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