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Stadthagen hat ausreichend Lehrer

Keine Unterversorgung Stadthagen hat ausreichend Lehrer

Der landesweite Lehrermangel scheint an den örtlichen Schulen auszubleiben. Die Schulleitungen konnten ihre offenen Stellen für das neue Schuljahr besetzen und klagen nicht über grundsätzlichen Mangel an Lehrkräften.

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Quelle: Symbolfoto dpa

STADTHAGEN. Das Ratsgymnasium konnte zwei neue Kollegen begrüßen. Zum zweiten Halbjahr kämen immer mal wieder ein oder zwei weitere Kräfte dazu. „Insgesamt ist unser Kollegium in den vergangenen Jahren etwas geschrumpft, was aber eher an der sinkenden Schülerzahl im ländlichen Raum liegt“, erklärt Stundenplan-Koordinator Wilhelm Homeier. Rund 100 Pädagogen geben in verschieden Beschäftigungsverhältnissen Unterricht an der Schule.

Das Wilhelm-Busch-Gymnasium kompensierte eine Versetzung und könne mit dem Lehrpersonal ebenfalls eine „vernünftige Versorgung“ gewährleisten. „Wir müssen nirgendwo kürzen und können unseren Unterricht im vollen Umfang erteilen“, verspricht Schulleiter Holger Wirtz. Das 87 Lehrer starke Kollegium sei verhältnismäßig jung, da die Schule in den vergangenen Jahren kräftig eingestellt habe.

Sinkende Schülerzahlen machen sich bemerkbar

Von den zwei ausgeschriebenen Stellen an der Grundschule am Stadtturm brauchte Schulleiter Frank Plagge letztlich nur eine und gab die andere wieder für die Landesschulbehörde frei. Auch an den Grundschulen mache sich die rückläufige Tendenz bei den Schülerzahlen bemerkbar.

Jürgen Steltner, Schulleiter der Berufsbildenden Schulen, betrachtet die Lage skeptischer. Die offenen Stellen habe er nur mit einiger Verzögerung besetzen können. „Gerade im gewerblich-technischen Bereich ist der Arbeitsmarkt nahezu leer gefegt. 138 Berufsschulen konkurrieren landesweit um die Lehrkräfte“, so der Oberstudiendirektor. Zu Beginn der 2000er Jahre habe Steltner noch eine Unterrichtsversorgung von 95 Prozent anbieten können, mittlerweile ließen sich nur noch 85 Prozent darstellen. Fünf Stellen mehr kämen dem Schulleiter gelegen.

Lehrer setzt auf Schaumburger Charme

Friedrich Lenz, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), zeigt sich erfreut darüber, dass die Lage bei der örtlichen Lehrerversorgung nicht so angespannt ist wie in anderen Teilen des Bundeslandes. Die sinkenden Schülerzahlen könnten dazu führen, dass Koordinatoren-Stellen nicht mehr besetzt werden und Lehrer durch Teil-Versetzungen an nahe gelegenen Schulen mit fachspezifischem Bedarf aushelfen müssten.

Selbst Gymnasiallehrer, beobachtet er bei seinen neuen Kollegen die Tendenz, Hannover als Wohnort vorzuziehen, mit gewisser Sorge. „Die Landeshauptstadt wächst und richtete erst kürzlich ein neues Gymnasium ein. Junge Kollegen könnten Stadthagen als Berufseinstieg nutzen und langfristig wieder abwandern, weil in Hannover der Bedarf größer ist“, so Lenz. Der Stadthäger Lehrer hofft auf den „Schaumburger Charme“, um Lehrkräfte dauerhaft an die Region zu binden. geb

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