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Anschluss an die Daten-Autobahn

Stadthagen soll schnelles Internet bekommen Anschluss an die Daten-Autobahn

Die Telekom hat gestern den Startschuss für den Ausbau des Glasfasernetzes gegeben. Bis Jahresende soll in der Kernstadt dadurch eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich werden.

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Unter der Anleitung von Glasfasermonteur Marcus Puppe platziert Bürgermeister Oliver Theiß ein Glasfaserkabel.

Quelle: ber

Stadthagen. Ortsteile wie Wendthagen müssen dagegen auf den Breitbandausbau des Landkreises warten.

 Insgesamt 42 Verteilerkästen im Stadtgebiet rüstet die Telekom um. 19 Kilometer Glaskabel werden von einer Spezialfirma bis zum Zentralverteiler an der Bahnhofstraße verlegt. Straßensperrungen seien aufgrund der Baumaßnahmen jedoch nicht zu befürchten, verspricht das Unternehmen.

 Wo vorhanden, will die Telekom auf Leerrohre zurückgreifen. Die anderen Verteilerkästen sollen durch Horizontalbohrungen an die zentrale Schnittstelle angeschlossen werden. Dabei verlegt ein Techniker mit einem ausfahrbaren Metallarm unterirdisch ein Rohr, beim Wiedereinholen des Arms werden die Glasfaserkabel im Rohr zurückgelassen. Nur die Verbindung vom Verteilerkasten bis ins Haus besteht künftig weiterhin aus Kupfer. Dadurch soll im Umkreis von mehreren Hundert Metern eine nahezu verlustfreie Übertragung gewährleistet sein.

 Ab September können rund 9400 Haushalte auf das schnelle Internet zugreifen. Allerdings erfolgt die Umstellung nicht automatisch, wie der Breitbandbeauftragte der Telekom, Thomas Bartels, betont. „Jeder, der das neue Glasfasernetz nutzen möchte, muss sich an seinen Vertriebspartner wenden und einen neuen Vertrag abschließen.“ Dies müsse nicht zwingend mit der Telekom sein. „Jeder Vertragspartner der Telekom kann die Leitung mieten und seinen Kunden anbieten.“

 Während sich die Bewohner der Kernstadt für das schnelle Internet entscheiden können, müssen Bewohner der Ortsteile auf den Breitbandausbau des Landkreises, an dem sich auch die Stadt Stadthagen finanziell beteiligt, warten. Für diese Gebiete lohnt sich aus Sicht der Telekom kein privatwirtschaftliches Engagement. „Wo die Telekom aufhört, setzen wir an“, erklärt Bürgermeister Oliver Theiß.

 Der Verwaltungschef ließ es sich nicht nehmen, unter Anleitung eines Technikers selbst die Glasfaser zu verspleißen. Dabei werden die Erdkabel mithilfe von Hitze mit den Kabeln, die aus dem Verteiler kommen, verbunden. Theiß: „Für uns ist der Breitbandausbau ein extrem wichtiger Standortfaktor, sowohl was den Zuzug von jungen Familien als auch von Gewerbetreibenden betrifft.“ ber

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